als Mami achtsam
Achtsamkeit,  Mommy

Wie soll man als Mami achtsam sein?

Wunderbare Sache, diese Achtsamkeit. Man darf ununterbrochen in sich hineinhören, ganz prima auf sich Acht geben, fleißig Bildchen ausmalen und meditieren, bis die Schwarte kracht. Toll! Warum genau gibt es dann immer noch so viele gestresste Menschen? Warum kennt mittlerweile fast jeder jemanden, der wegen Burnout eine Auszeit nehmen musste? Und warum fühle ich mich in den letzten Woche unachtsamer und ausgelaugter als je zuvor? Ich kenne meinen Grund. Der Zwerg macht gerade eine echt fiese Phase durch. Und ich frage mich: Wie soll ich bitteschön als Mami achtsam sein?

Es ist ein wunderbares Gefühl, gebraucht zu werden. Da ist ein kleines Wesen, was sich voll und ganz auf einen verlässt und auch verlassen kann. Herrlich! Aber trotzdem gibt es ein Wort, was mir derzeit echt den letzten Nerv raubt. Mama!

Mama, kommst du?! Mama, hilfst du mir?! Mama, was machst du? Mama, schau mal?! Mama, und weiter geht der Satz nicht, denn eigentlich habe ich nichts zu sagen und auch nichts zu tun für dich, aber irgendwie finde ich es voll toll, wenn du ohne Grund aus der Küche zu mir gerannt kommst.

Spätestens bei 52. Mal „Mama“ binnen zwei Stunden finde ich das Gefühl gebraucht zu werden gar nicht mehr so herrlich. Wenn ich eigentlich gerade mit beiden Armen in der Dreckwäsche hänge, das Abendessen koche oder aufräume. Und nicht zu vergessen: Zwischendrin mal meditieren wäre ja auch voll ultrawichtig …

Smile_01-1024x218 Wie soll man als Mami achtsam sein?

Als Mami achtsam – für mich immer noch ein Paradoxon

… zumindest, wenn mein Kind wach ist. Denn neben dem ganzen Mama-Gerufe haben wir gerade gar keine Lust auf klare Ansagen. Die der Eltern ja sowieso nicht – aber die eigenen auch nicht. Mama, ich will heute ein Kleid anziehen. Klar, komm ich helfe dir. ABER ICH WILL DOCH GAR KEIN KLEID, ICH WILL EINE HOSE!!! Ja, in solchen Fällen, würde ich mich gerne om-mend in eine Ecke zurückziehen, auf meine Gefühle lauschen, als Mami achtsam sein und liebevollst die einzig richtige Antwort säuseln. Na ja, …

Glücklicherweise weiß ich, dass das alles nur eine Phase ist. Und da die Lütte zudem gerade in der Ich-brauche-keinen-Mittagsschlaf-denn-ich-bin-ein-großes-Mädchen-und-du-hast-sowieso-nicht-Recht-wenn-du-sagst-dass-Gähnen-und-Motzen-ein-Anzeichen-für-Müdigkeit-sind-Phase steckt, kehrt aktuell schon vor 19 Uhr Ruhe in unser Heim ein. Natürlich nicht die ganze Nacht, wäre ja auch zu schön, wenn das Durchschlafen vom dritten bis 32. Lebensmonat jetzt noch anhalten würde. Dennoch haben wir zwischen 19 Uhr und unserer Bettgehzeit Ruhe. Dann kann ich als Mami achtsam sein: in Ruhe essen, ohne Unterbrechung das zuhause hyggelig machen, etwas häkeln, vielleicht sogar meditieren – oder völlig entkräftet noch vor der Tagesschau wegpennen. Alles ist möglich in meinem Achtsamkeitshimmel nach 19 Uhr.

Und diese Zeit, gilt es zu nutzen, wenn ich als Mami achtsam sein will.

Was sind eure Erfahrungen, wenn ihr als Mami achtsam sein wollt? Bei Oma und Opa abgeben? Wodka oder Oropax? Verratet es mir, ich bin für jeden Tipp dankbar.

Viele Grüße

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