weniger ist mehr
Happiness

Weniger ist mehr – die Challenge {für ein entrümpeltes Weihnachten}

Heute berichte ich über eine Sache, die mich lange bedrückte und gegen die ich nun schon einige Zeit kämpfe: Das Zuviel von Allem! Egal, wohin ich blicke: Unser Zuhause quillt über. Zu viele ungehörte CDs, zu viele ungetragene Klamotten, zu viele Töpfe, Teller, Gläser, die auf den Notfall warten, der niemals kommen wird. Zu viele Orte, an denen Dinge liegen, die dort nicht hingehören – Dinge, die nirgends hingehören und daher immer irgendwo stören werden. Ungelogen: Ich stand kurz vorm Wahnsinn. So konnte es nicht weitergehen. Mein neues Motto: Weniger ist mehr!

Ich will nicht behaupten, dass ich in den vergangenen Wochen Herrin des Chaos geworden bin oder sich die Reihen gar lichten. Aber es geht stetig voran. Meine Kochbuchsammlung schrumpft gerade um rund die Hälfte, weil ich endlich alle Zuckerbäckereien aussortiert habe. Diese Bücher verschenke ich an Bekannte und Verwandte, die sie haben wollen. Was übrig bleibt, geht ins Sozialkaufhaus. Im Laufe des Jahres sind mehr als 100 Klamotten in die Altkleidersammlung gewandert, in der Hoffnung, dass sie ein schönes neues Zuhause finden. Und außerdem habe ich gerade knapp 50 ebay-Auktionen hinter mich gebracht, in denen ich Stempelsets und Zubehör an den Mann gebracht habe. Teilweise habe ich nur einen Euro bekommen, aber was soll’s?! Hauptsache weg!

Weniger ist mehr – erste Erfolge

Mal abgesehen davon, dass das Verkaufen ungenutzter Dinge etwas Geld ins Kässchen spült, ist es ein wunderbares Gefühl, den ganzen ollen Ballast loszuwerden. Dabei wäre es jedoch nicht damit getan, einfach alles in die Tonne zu hauen. Gerade das Wissen, das andere Leute nun Freude daran haben, macht mir Freude. Denn ich fühle mich freier, ein anderer Mensch ist happy und die Umwelt muss nicht leiden. Eine klassische Win-win-win-Situation. 😉

Macht doch einfach mit! Es tut so gut.

Leidet auch ihr unter zu viel Kram und zu wenig Freiraum? Dann macht doch einfach mit bei meiner kleinen 30-Tage-Challenge zum Thema „Weniger ist mehr“. Wenn ihr heute startet, seid ihr am 18. Dezember fertig – und habt zu Weihnachten schon mehr Platz zum Atmen. Außerdem tut ihr in der Weihnachtszeit etwas Gutes; da zählt das doppelt, wie jeder weiß, der Kevin – allein in New York gesehen hat. (Achtung: Amazon-Link … der aber nicht zum Kaufen verführen soll. Schließlich entrümpeln wir ja gerade.)

Noch ein kurzer Hinweis, bevor es los geht:

(Fast) alles, was ihr in den kommenden 30 Tagen entsorgt, hat einmal Geld gekostet. Daher ist es im Sinne der Nachhaltigkeit nicht besonders clever, einfach alles wegzuwerfen. Schaut euch genau an, was ihr loswerden wollt – und überlegt, wo es künftig am besten aufgehoben wäre!

Die Challenge habe ich euch übrigens auch noch einmal als handliche Checkliste zusammengestellt. Diese könnt ihr hier herunterladen und jeden Tag abhaken, den ihr geschafft habt.

Wenigeristmehr_02-1024x1024 Weniger ist mehr – die Challenge {für ein entrümpeltes Weihnachten}

Und damit starten wir in Richtung „weniger ist mehr“ …

  • Tag 1 – Vorbereitung: Stelle dir drei Kisten zurecht und beschrifte sie: wegwerfen – verschenken – verkaufen. In diese sortierst du alles hinein. Ziel ist es, dass am letzten Tag alle Kisten wieder leer sind.

Begrenzte Räume entrümpeln

  • Tag 2 – Geldbeutel: Schnappe dir deinen Geldbeutel und entsorge mindestens fünf Dinge: alte Kassenzettel, ungenutzte Kundenkarten, Kleingeld ins Sparschein usw.
  • Tag 3 – Handtasche: Die Männer haben heute Pause. Wir Damen schütten unsere Lieblingshandtasche aus und sortieren nur das wieder hinein, was wir WIRKLICH brauchen.
  • Tag 4 – Schublade: Irgendeine nervige, vollgekramte Schublade hat doch jeder daheim, oder?! Die Tagesaufgabe für heute lautet: Ran an das Ding, mindestens zehn Sachen rauswerfen und aufräumen!
  • Tag 5 – Auto: Rollendes Klamottenlager, Leergut-Sammelstation oder Krümelbude. Heute wird das Auto von innen wieder tipptopp gemacht. Rein darf nur noch, was rein gehört.
  • Tag 6 – Badezimmer: Na, wie viele abgelaufene Medikamente und ranzige Body Lotions findet ihr in eurem Badezimmerschrank? Zehn sind das Minimum. Der Gewinner bekommt 100 Punkte.
  • Tag 7 – Küche: Diese Aufgabe darf im Zweifel gerne aufs Wochenende verschoben werden. Da dürfte einiges an vergessenem Geschirr, unbenutzten Elektrogeräten und eingetrockneten Spüliflaschen zusammenkommen.

Jetzt geht’s in die Vollen

  • Tag 8 – Klamotten: Bei mir hätte da kein Tag gereicht. Aber es wäre ja schon einmal ein guter Anfange, wenn heute fünf bis zehn Teile in die Kisten wandern.
  • Tag 9 – Schmuck und Accessoires: Warum sollen wir hässliche Geschenke und altmodische Ketten behalten? Der Goldpreis steht gerade gut … 😉
  • Tag 10 – Schuhe:  Hand aufs Herz! Welche Schuhe kann man wirklich nicht mehr anziehen? Und welche waren schon immer unbequem? Drei Paar doch sicher, oder?
  • Tag 11 – Vorräte: Au weh, den Vorratsschrank zu entrümpeln, kann wehtun. Vor allem, wenn wir viel wegwerfen müssen. Aber bringt ja nichts. Was kaputt ist, ist kaputt. Und was demnächst verfällt, sollten wir nun schnell essen.
  • Tag 12 – CDs und DVDs: Film- und Musikfans müssen heutzutage nicht mehr alles im Schrank stehen haben. Also, weg mit den ollen Kamellen, die ihr euch sowieso nie wieder anschaut oder anhört. Ich habe nur noch rund 20 CDs im Schrank, rein aus Sentimentalität. Die anderen rund 300 habe ich teilweise digitalisiert und danach verschenkt.
  • Tag 13 – Bücher: Früher war eine große Bibliothek für mich Teil großer Gemütlichkeit. Das hat sich geändert und ich besitze nur noch die Bücher, die ich tatsächlich zum Nachlesen brauche oder einfach lieb habe. Ja, ich kann sogar mit Büchern kuscheln!
  • Tag 14 – Apps: Mein Ziel vor der Entrümpelung: Alle Apps in Ordnern auf einer Seite verstauen – und jeder Ordner darf auch nur eine Seite haben. Hat geklappt. 🙂
  • Tag 15 – Fotos: Von fast 10.000 Bildern auf meinem Handy sind nach einer mehrwöchigen Ausmistaktion rund 6.000 übriggeblieben. Das war ‘ne Aktion! Doch dadurch habe ich gelernt: Ab sofort werden unnötige Bilder sofort gelöscht.
  • Tag 16 – Dateien: Was braucht ihr auf eurem Computer tatsächlich noch? Uralte Lebensläufe und die Übungsblätter vom 10-Finger-Tippen-Kurs? Nein? Dann weg damit!
  • Tag 17 – Unterlagen: Was für Dateien gilt, gilt ebenso für alte Unterlagen, Akten oder Anschreiben. Was keinen Bezug mehr zur Gegenwart hat und nicht aufbewahrt werden MUSS, muss ausziehen.
  • Tag 18 – Weihnachtsdekoration: Wie wäre es mit einer Challenge in der Challenge: Alles, was ihr letztes und dieses Jahr nicht aus der Kiste geholt habt, fliegt fort!!!?!
  • Tag 19 – Spielzeug: Seien es eure eigenen Andenken oder das Spielzeug der Kleinen. Heute sollten mindesten drei Dinge eine neue Destination finden.
  • Tag 20 – Kinderkunst: Ganz fies, denn unsere Kleinen oder wir selbst sind natürlich Genies, deren kindliche Werke niemals weggeworfen werden dürfen. Doch dürfen sie!
  • Tag 21 – Stifte: Ausgetrocknete Buntstifte des Nachwuchses, Kulis, deren Minen schon vor Jahren ausgetrocknet sind, die wir aber trotzdem aufheben, weil sie so gut in der Hand liegen und Bleistifte, die innerlich gebrochen sind und sich niemals wieder anspitzen lassen. Ich gehe jede Wette ein, dass heute mehr als zehn Teile für den Mülleimer zusammenkommen.
  • Tag 22 – Magazine: An dieser Stelle ein Vorher-Nachher-Bild meines Nachttischchens und die Erkenntnis, dass ich meine Sammlung nicht im Mindesten vermisse. Im Gegenteil: Es fühlt sich so gut an.
Wenigeristmehr_03-300x300 Weniger ist mehr – die Challenge {für ein entrümpeltes Weihnachten}
  • Tag 23 – Hobby: Bei mir waren es rund 50 Stempelsets, Stanzen und Prägefolder zum Kartenbasteln. Was ist es bei euch?
  • Tag 24 – Handtücher, Decken, Bettwäsche & Co. Altbacken, löchrig oder einfach viel zu viel? Heute entsorgen wir mindestens zehn Teile.

Weniger ist mehr … auch im Kopf

Die nächsten Tage habt ihr Zeit, eure drei Kisten zu leeren. Diese Zeit könnt ihr zum Nachdenken nutzen.

  • Tag 25 – Krafträuber: Was raubt euch eure Kraft? Nervige „Freunde“, der eigene Perfektionismus, ein Hobby, dem ihr nur halbherzig nachgeht. Was uns nicht stärker macht, müssen wir aus unserem Leben verbannen – auch wenn es vielleicht weh tut.
  • Tag 26 – Fernsehabende: Ich liebe es, wenn die Glotze aus bleibt. Trotzdem dudelt das Gerät viel zu oft durch meine Abende. Ein Zustand, den ich mit meinem neuen Habit Tracker ändern werde. Mehr demnächst an dieser Stelle.
  • Tag 27 – Termine: Wie wäre es, wenn wir bis Weihnachten einfach einmal zwei bis drei Termine absagen, auf die wir gar keine Lust haben. Weihnachtsfeier mit Kollegen, Essen gehen mit der anstrengenden Freundin oder Adventsbasteln im Kindergarten – kräht danach wirklich ein Hahn, wenn ihr stattdessen in der Wanne entspannen könnten? 😉
  • Tag 28 – Schlechte Angewohnheiten: Was wollt ihr euch wirklich abgewöhnen? Was hindert euch? Die beste Zeit anzufangen, ist genau heute.
  • Tag 29 – Pläne, Ziele und Vorsätze: Ich bin ein Mensch, der sich gerne (viel zu) hohe Ziele setzt. Doch für das nächste Jahr lautet auch hier mein Motto „weniger ist mehr“ und ich werde in Sachen Vorsätze und Ziele einen Gang zurückschalten.

Herzlichen Glückwunsch, wir haben es geschafft!

  • Tag 30 – Drei Kisten: Die Kisten, die wir am ersten Tag aufgestellt haben, sollten heute wieder leer sein. Am einfachsten wird das selbstverständlich bei den Sachen sein, die ihr weggeworfen habt. Verschenken ist manchmal schon schwieriger, da manch potenzieller Beschenkter das Zeug gar nicht will. Und verkaufen kann noch länger dauern, etwa, wenn die Auktion noch läuft oder der Flohmarkt erst im März stattfindet. Hauptsache, ihr habt den Grundstein gelegt und eure entrümpelten Gegenstände wandern nicht wieder dorthin zurück, wo sie hergekommen sind.

Nun könnt ihr die Füße hochlegen und stolz auf euch sein. So befreit kann Weihnachten kommen, oder?!

Viele Grüße

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PS: Ihr fühlt euch jetzt schon happy, aber da geht noch mehr?! Na, dann …

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