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Achtsamkeit,  Hygge

Niksen. Der neue Trend?

Dass Pausen eine sehr wichtige Sache sind, habe ich bereits beschrieben im Blogbeitrag Pause, Teilzeit, frei, frei, frei … das Leben könnte so schön sein. Jeden Tag versuche ich, freie Zeit für mich zu genießen, ohne irgendetwas zu organisieren, zu planen oder abzuarbeiten. Manchmal klappt das gut, manchmal überhaupt nicht. Mache kleine Pausen ohne schlechtes Gewissen! Das bete ich mir selbst immer wieder vor. Aber was da jetzt aus den Niederlanden zu uns schwappt, geht noch etwas weiter. Denn bei unseren westlichen Nachbarn steht gerade „niksen“ ganz hoch im Kurs.

Niksen – man kann die Bedeutung fast erraten. Niksen ist süßes Nichtstun, Nikstun. Faul sein, rumhängen – oder im produktivsten Fall: etwas tun, ohne etwas zu tun. Das wäre dann wohl ein Hörbuch hören oder ein Bildchen ausmalen. Aber eigentlich bedeutet es wirklich, rein gar nichts zu tun. Auf der Couch zu liegen und die Decke anstarren ist zum Beispiel eine meiner liebsten Nichttätigkeiten.

Warum sollten wir alle niksen?

Es ist kein Geheimnis, dass Produktivität stets mit Pausen einher geht. Nur wer sich körperlich ausruht, kommt wieder zu Kräften. Wer seinen Geist abschaltet, findet zu neuen Ideen. Und wenn sich kleine Kinder langweilen, wissen wir leider auch, was passiert: Ihnen kommen die dümmsten Gedanken!

Wie oft sind mir schon gute Ideen unter der Dusche oder im Halbschlaf gekommen? Oder beim stupiden Aus-der-Straßenbahn-Glotzen. Außerdem eine super Ideenquelle: Eine Massage oder eine Haarwäsche beim Friseur. ;-D

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Das mit dem Niksen ist nichts Neues: Aber der kleine Hype ist eine sehr gute Erinnerung, uns und unser Pausenverhalten neu zu hinterfragen. Wie oft machst du tatsächlich Pause ohne die Spülmaschine auszuräumen, E-Mails zu lesen oder kurz noch was wegzuräumen? Natürlich fällt das schwer in einer Gesellschaft, die nur auf Produktivität und Erfolg ausgerichtet ist. Doch müssen wir uns selbst den Gefallen tun und immer wieder ohne Reue nichts tun. Das sind wir uns, unserer Gesundheit und unseren Lieben schuldig.

In diesem Sinne: Ich leg jetzt die Füße hoch und schaff nix mehr. Außer nachher Küche aufräumen – Abendroutine muss sein. 😉

Viele Grüße

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PS. Kann man glauben, dass man zum Thema Nichtstun ein ganzes Buch schreiben kann?! Wie sieht das aus? 50 leere Seiten!? 😀 Wer mag, kann ja mal schauen: „Niksen – The Dutch Art of Doing Nothing“. (Achtung: Amazon-Partnerlink!)

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