Mutter sein
Mommy

Mutter sein dagegen …

„Das größte Glück für eine Frau ist es doch, Mutter zu sein.“ Dieses Zitat stammt aus einem meiner Lieblings-Doris-Day-Filme „Was diese Frau so alles treibt“. In den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war diese Meinung gesetzt. Heutzutage sieht die Sache schon etwas anders aus: Da wird ganz offen über „regretting motherhood“ diskutiert, während andere die These aufstellen, dass man erst ab drei Kindern eine richtige Mutter ist. Mutter sein – wie man es macht, macht man es falsch.

Von Anfang an habe ich mich ferngehalten aus Foren und von den ganzen Übermüttern, die ihre Kinder immer mit anderen vergleichen müssen: „Was, der Hannes kann noch nicht das Alphabet rückwärts rülpsen? Also, mein Pius konnte das schon mit 17 Monaten!“ Nee, danke, ihr Spinnerinnen! Ich halte nichts von Desinfektionsmitteln im Abo, chinesischen Kindergärten und Harfenunterricht für Zweijährige. Ich benutze keine Mami-Vokabeln wie „Kindi“ oder „Spieli“ und finde manche Diskussionen in der WhatsApp-Krippen-Gruppe echt grenzdebil. Drei Kinder+ sind ein Familienmodell, das ich mir nicht einmal im Ansatz vorstellen kann und ich bin froh, dass ich arbeiten gehen darf, mir ab und an mit Freundinnen eine Auszeit gönne und nicht immer nur Mami sein muss. Und trotzdem, auch wenn es manch Helikopter nach diesen Aussagen nicht glauben wird: Ich liebe mein Kind und ich liebe es, Mami zu sein. Eben alles im für mich richtigen Maß.

Einfach alles ganz normal

Nein, mein Kind ist nicht mein einziger Lebensinhalt und einziger Lebenszweck. Ich habe außerdem einen Mann, einen Beruf, eine Berufung, Freunde, meinen Haushalt, Hobbies und deutlich mehr Interessen, als ein 24-Stunden-Tag vertragen kann. Natürlich spielt die Kleine die erste Geige – schon allein, weil das in dem Alter noch so ist. Ich kann ja schlecht eine Dreijährige im Garten parken, sie ihrem Schicksal überlassen und shoppen gehen. Und natürlich muss ich bei jeder Party früher heim, da Mausi nun einmal um 19 Uhr ins Bett geht. Ist halt so. Dafür habe ich früher Party gemacht – und werde wieder Party machen, wenn sie aus dem Gröbsten raus ist. Ich habe vorher gewusst, dass Mutter sein eben auch bedeutet, sich selbst zurückzunehmen. Das finde ich nicht schlimm, im Gegenteil: Eigentlich ist es recht erholsam.

Ich weiß genau, dass manche Mutter meint, ich sei eine schlechte Mutter. Sei es, weil ich meinem Kind kein Geschwisterchen geschenkt habe oder weil ich arbeiten gehe. Weil ich froh bin, wenn ich mal in Ruhe essen darf oder weil ich meine Mausi viel zu jung, viel zu lang in die Obhut anderer gegeben habe. Andere halten mich sicher für eine Glucke, weil ich in vielen Situationen viel zu vorsichtig bin.

Mutter sein: Wie man es macht, macht man es falsch.

Nein, oh nein! Ich mache es nicht falsch, ich mache es so, wie ich es für richtig halte. Punkt. Schluss. Aus. Ende. Zu meinem Wohle und zum Wohle meines Kindes. Denn wenn wir als Eltern glücklich sind, leben wir genau das unserem Kind vor, was es auch werden soll: Glücklich!

So, das musste ich einfach mal loswerden. 🙂 Ich wünsche euch einen glücklichen Abend.

Sign Mutter sein dagegen …
2e4105f1a8c14b06a18b9c7ba60f7dea Mutter sein dagegen …

One Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.