Melodie des Lebens
Achtsamkeit

Melodie des Lebens – lernen zu lauschen

Buddha. Ein weiser Mann, der viele interessante und wichtige Dinge erkannt und gesagt hat. Unter anderem auch dieses hier: „Nimm dir jeden Tag die Zeit, still zu sitzen und auf die Dinge zu lauschen. Achte auf die Melodie des Lebens, welche in dir schwingt.“

Melodie des Lebens. Das hört sich sehr schön an. Doch während ich hier so sitze, frage ich mich, wie oft ich diese Melodie tatsächlich höre. Fühle ich sie in mir schwingen? Bekomme ich Sie an einem Tag wie heute überhaupt mit oder geht sie nicht nur im sprichwörtlichen, sondern auch im ganz realen Rauschen des Lebens unter. Ich fürchte, dass ich es trotz aller Achtsamkeitsübungen und Hygge-Einflüsse immer noch nicht geschafft habe, regelmäßig alle Störgeräusche auszublenden. Mir mehr freie Zeit zu nehmen. Still zu sitzen. Und auf Dinge zu lauschen.

Warum höre ich die Melodie des Lebens kaum noch?

Bei mir persönlich kann ich feststellen, dass mein Innehalten tagtäglich in direktem Duell mit meinem Perfektionismus steht: Bevor ich mich hinsetze, räume ich nur noch schnell die Küche auf … backe ich nur noch schnell einen Kuchen … schreibe ich nur noch schnell diesen Beitrag fertig. In der Theorie weiß ich, dass dieses „nur noch schnell“ die Wurzel allen Übels ist. Doch in der Praxis kann ich diesen Drang leider noch nicht so oft unterdrücken wie ich tief in mir drin gerne möchte. Der Drang die perfekte Mutter, Hausfrau, Ehefrau und Bloggerin zu sein, ist einfach zu groß.

Paradoxerweise weiß ich, dass ich weder eine perfekte Mutter, noch Hausfrau, noch Ehefrau oder Bloggerin bin – und das ist absolut ok. Perfektion erreicht man nie. Aber ich will es wenigstens versuchen. Ihr seht, ich drehe mich im Kreis und unterm Strich bleibt zu wenig Zeit für mich, für Ruhe, für meine ganz eigene Melodie des Lebens.

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Macht aber nix …

… denn ich weiß, dass ich meine Achtsamkeitsziele irgendwann erreichen werde. In kleinen, winzig kleinen Schrittchen, aber nach und nach. Und als nächstes kleines Schrittchen mache ich jetzt den Computer aus. Dann werde ich zunächst ein bisschen malen – ganz still und leise. Und danach werde ich früh ins Bett gehen, dort ganz still liegen und einfach mal ins Nichts hineinlauschen.

Eine gute Nacht und ein herzhaftes „Om!“

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