Hygge
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Meine erste Hygge-Challenge: Voll cool, das mache ich wieder!

Vor zwei Wochen habe ich mir meine erste Hygge-Challenge in den Kopf gesetzt und ausgedacht. Letzte Woche war ich dann sieben Tage am Stück ultra-hyggelig unterwegs. Das war nicht nur der Plan, das hat sogar superklasse-easy geklappt. Sogar fast komplett. Ich habe mich tatsächlich so wohl gefühlt, dass mir schon die nächste Hygge-Challenge im Kopf herumspuckt – dann aber im richtigen Herbst und nicht in dem 30-Grad-Herbst, den wir momentan noch haben.

Hygge-Challenge: Das waren meine Aufgaben

  1. Kuschelabend vor dem Fernseher mit Kuscheldecke und Kerzenschein – aber ohne Handy!
  2. Selbst etwas Schönes kreieren.
  3. Eine neue Zimmerpflanze muss herbei.
  4. Kerzen, Kerzen, Kerzenschein.
  5. Mal wieder ein Buch lesen.
  6. Candlelight-Dinner kochen und gemeinsam genießen.
  7. Einen langen Spaziergang machen.

Das waren die Aufgaben. Hier kommen die Ergebnisse.

Hygge-Challenge: So sah das dann aus

Meinen kuscheligen Krimiabend vor dem Fernseher habe ich etwas weniger kuschelig gestaltet, als ich ursprünglich wollte. Dies war den besagten 30 Grad Außentemperatur an diesem Tag geschuldet. Aber Kerzenschein und Kuschelsocken gab es natürlich trotzdem (zum Glück habe ich IMMER kalte Füße). Dazu eine supergute Folge „Sherlock“ und einen kuscheligen Kaffee. Und das Beste an der Sache war tatsächlich, dass ich das Handy auf den Esstisch verbannt hatte und mich nicht ablenken ließ. Herrlich!

Am vergangenen Dienstag hatte ich einen Tag bürofrei genommen und diesen entsprechend mit Erledigungen vollgestopft. Ich war auch recht zufrieden mit meinem Tagwerk – allerdings komplett erschlagen, als ich am Abend auf die Couch sank. Ich hatte noch nicht einmal Bock zu häkeln – und viel weniger kann man sich ja bei einem Hobby nun wirklich nicht bewegen. Also grübelte ich, was ich stattdessen mal so schnell noch Kreatives machen konnte und mir fiel der Satz Bügelperlen ein, den ich vor einiger Zeit erstanden hatte. War natürlich nix mit „schnell“, denn das Bügeln der kleinen Biester hat beim ersten Mal schon seine Tücken. Doch ich war zufrieden, dass ich wenigstens noch etwas Kleines gewerkelt hatte.

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Hygge-Challenge Tag 2: Etwas Schönes selbst machen. Heute habe ich meinen gesamten bürofreien Tag damit verbracht, Dinge selbst zu machen. Selbst Möbel aufgebaut, selbst Pflanze umgetopft (für Tag 3 der Hygge-Challenge morgen), selbst Unkraut gerupft, selbst gekocht, selbst aufgeräumt, selbst … Resultat: Am Abend war ich zu erschöpft, um noch großartig kreativ zu werden. Doch für meine ersten Erfahrungen in Sachen Bügelperlen hat es noch gereicht. Diese Kugel und der Eiskristall werden zwei meiner Weihnachtskarten dieses Jahr zieren. So, doch jetzt geht’s ab ins Bett. Bis morgen. Stay hyggelig! #hygge #hyggechallenge #kreativ #basteln #diy #bügelperlen #kuschelstunde #hobby

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Schon am Dienstag hatte ich meine Hygge-Challenge-Aufgabe für Mittwoch erledigt. Ein bisschen gemogelt, ok. Aber am Mittwoch musste ich schließlich arbeiten, da hatte ich keine Zeit, Pflanzen umzutopfen oder neu zu kaufen. Zwar bin ich kein großer Freund von Gummibäumen, aber dank der superguten Pflege meines Herrn Papa war sein Exemplar so aus dem Leim gegangen, dass er keinen Platz mehr in der guten Stube fand. Und bevor er das Monstrum wegwirft, habe ich mich seiner erbarmt. Noch ein Tischchen dazu geholt – und schwupps habe ich sogar noch etwas mehr Ordnung im Wohnzimmer. Ich finde unsere neue Pflanze inklusive Stauraum herrlich. Kann mich gar nicht sattsehen. Memo an mich: Ab sofort mag ich Gummibäume.

Das wohl Hyggeligste überhaupt sind Kerzen. Also habe ich mir ein neues Kerzentablett aus alten Dingen zusammengestellt – und am Donnerstag glattweg vergessen, die Kerzen anzuzünden. Macht nichts, denn seitdem waren sie jeden Abend an. Eine wundervolle Stimmung. Da macht sogar die Haushaltsrechnung Spaß.

Freitagabend hatte ich sturmfrei, denn der Herr Schatz hatte einen Männerabend. Mausi schlief tief und fest und ich habe endlich mal wieder in einem Buch gelesen. Nicht nur geblättert und mich an schönen Hygge-, Deko- oder Bastelbildern erfreut, sondern tatsächlich in einem Roman gelesen. Weit bin ich allerdings nicht gekommen, denn ich hatte fiese Kopfschmerzen. Ist noch nicht einmal jemand gestorben. Naja, vielleicht nächsten Freitag …

Candlelight-Dinner am Samstag. Diese Aufgabe meiner Hygge-Challenge hätte ich fast abgesagt, denn Herr Schatz war an diesem Abend spontan auf einer Geburtstagsfeier und ich dachte schon: Das war’s! Aber dann nahm mein Hirn wieder seine Arbeit auf und ich erkannte: Ist doch wurscht, ich kann doch auch allein bei Kerzenschein essen. Gesagt, getan! Wäre super entspannend gewesen, wenn Mausi nicht so Probleme beim Einschlafen gehabt hätte. ;-P

Der lange Spaziergang am Sonntag musste leider etwas kürzer ausfallen, denn die Ich-mag-nicht-schlafen-Phase meiner Kleinen hielt den ganzen Tag an. War nicht weiter tragisch, aber so musste ich selbstverständlich ein anderes Unterhaltungsprogramm absolvieren als geplant. Waren also nur zwei kurze Spaziergänge – nicht der Weg war das Ziel, sondern das Ziel war das Ziel. Aber gut. Ist eben manchmal so.

Hygge-Challenge: Mein Fazit

Der letzte Tag hätte mich fast mein positives Fazit für meine Hygge-Challenge gekostet. Denn so richtig erfüllt habe ich die Aufgabe ja nicht. Doch wenn wir mal ehrlich sind, ist eine Challenge eigentlich gar nicht mit dem Grundgedanken von Hygge vereinbar. Das eine setzt konkrete Ziele, das andere will gemütliche Glückseligkeit schaffen. Ist ja irgendwie klar, dass das nicht immer zusammenpasst. Doch der letzte kleine Ausrutscher stresst mich nicht, denn im Großen und Ganzen fand ich meine Aktion gelungen. Man muss sich eben jeden Tag daran erinnern, aus dem Hamsterrad auszubrechen und sich selbst etwas Gutes zu tun. Und das hat meine Hygge-Challenge ganz klar geschafft. Daher werde ich es ganz sicher wieder tun!

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