Love it change it or leave it
Happiness

Love it change it or leave it!

Ihr kennt sie doch auch, diese ewig jammerndem Menschen. Was das betrifft, hat jeder seine eigene Schmerzgrenze. Mein göttlicher Gatte wirft mir manchmal vor zu jammern – aber ich sehe das natürlich ganz anders. Ich berichte nur! Der kennt ganz offensichtlich keine wirklich jammernden Menschen. Diese nörgeln immer an allem herum. Meine Freundin nervt total! Mein Job ist doof! Das Essen hier ist einfach immer mies! Kleiner Tipp: Wie wäre es mit „Love it change it or leave it“?!?

Freundschaften kündigen, Job wechseln, neues Stammlokal suchen sind mögliche Auswege. Auf der anderen Seite können wir auch versuchen, die Freundschaft zu retten, indem wir die Rahmenbedingungen verändern. Wir können eine Fortbildung machen und neue Aufgaben übernehmen, die uns besser tun. Oder wir freuen uns, dass in dem Lokal mit dem miesen Essen wenigstens die Cocktails gut sind. Das ganz Leben ist eine Ansichtssache und manche Dinge haben wir nicht in der Hand. Aber wir können immer etwas verändern, damit es uns besser geht und wir happy sind – und sei es nur unsere eigene Einstellung.

Ein paar Beispiele

Ich will jetzt nicht behaupten, dass „Love it change it or leave it“ mein Lebensmotto ist. Dafür bin ich viel zu harmoniebedürftig. Aber es ist einer der Grundsätze, die ich mir in letzter Zeit immer öfter zu Herzen nehme:

  • Sei es bei einer Kollegin, die einfach nicht meine Kragenweite ist und in meinen Augen immer eine Bitch bleiben wird – Love it? Oh, nein! Change it? Och, soll sie doch so doof bleiben wie sie ist. Leave it? Genau, ich lass sie lästern, versuche erst gar nicht mehr, auf gut Freund zu machen und ziehe einfach mein Ding durch.
  • Sei es bei einem Buch, das mich total nervt, das ich früher aber trotzdem zu Ende gelesen hätte. Das mache ich heute nicht mehr, denn dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade. Also: ändern kann ich es nicht, lieben werde ich es nicht – weg damit!
  • Oder nehmen wir meinen ewigen Kampf mit der Waage. Nein, ich würde es nicht lieben, dass die Hosen kneifen. Und einfach meinen Körper verlassen, war in diesem Fall auch keine Option. Also, musste ich etwas ändern. Gesagt, getan: Zucker, adé – willkommen, Wunschgewicht!

Doch was mache ich mit Dingen, die einfach in keine dieser Schubladen passen wollen?

Love-it muss nicht gleich love-it sein

Für mich persönlich habe ich eine Art des Love-it gewählt, die pragmatischer und weniger amerikanisch ist. Die Amis lieben ja immer gleich alles: „Oh, I love your shirt! Oh, I love that weather! Oh, I love this dishbrush!“ Euphorie in Ehren, aber ich bin eben doch ein bisschen leiser unterwegs. Daher habe ich für mich beschlossen, dass “lieben” in manchen Fälle auch einfach “akzeptieren” sein kann. Und damit meine ich nicht, dass man sich leidend in sein Schicksal ergibt und es einfach hinnimmt. Damit meine ich, dass man das Beste aus einer Situation macht, die man nicht verändern und aus der man auch nicht fliehen kann.

Das wird wohl am besten an einem Beispiel deutlich: Mein aktueller Job. Den liebe ich ganz sicher nicht. Zu viele Faktoren stören mich einfach. Ich habe versucht, diese zu ändern, doch immer auf Granit gebissen. Und ein Wechsel ist aus vielen Gründen gerade auch nicht drin. Was bleibt also noch von „Love it change it or leave it?“ Genau: Love it! Oder in diesem Fall besser: Accept it!

Tatsächlich lieben werde ich meine aktuelle Stelle nie – aber ich habe gelernt, sie zu akzeptieren. Ich mache das Beste daraus und sehe die vielen Vorteile, die ich durchaus habe. Und vor allem geißle ich mich nicht selbst, weil ich aktuell keine Bewerbungen schreibe. Denn in meiner Situation ist der aktuelle Job für mich die beste Lösung.

Love it change it or leave it – mein Fazit

Der Leitspruch “Love it change it or leave it” ist gut, ist richtig und passt in den allermeisten Lebenssituationen. Und ich denke auch, dass ich viel weniger Ballast mit mir herumtrage, seitdem ich versuche, mich daran zu halten. Wer bestimmt denn auch, dass Freundschaften ewig halten müssen oder dass man aus purer Gewohnheit an einem Hobby festhalten muss? Wir haben nur ein Leben und dürfen uns nicht mit unnötigen Sorgen, Stress und Feindseligkeiten belasten. Am Arsch vorbei geht auch ein Weg! 😉

Nicht immer ist es möglich, eine Sache entweder zu lieben, zu verändern oder zu verlassen. Aber dürfen wir nie vergessen, dass wir immer eine Wahl haben. Meine Wahl im genannten Beispiel ist, jetzt für den Moment das Beste aus meiner Situation zu machen – das ist absolut ok, ich fühle mich gut damit und mache mir keinen Stress. Aber ich weiß auch, dass ich mittelfristig nach einem besseren Weg Ausschau halten werde. Denn das bin ich: abwarten, Kaffee trinken und nach reiflicher Planung … MACHEN!

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