Hühnersuppe
Gaumenfreuden

Hühnersuppe from scratch {Hurra, die Eintopfzeit ist wieder da!}

Eine der nicht ganz so netten Eigenschaften von Herbst und Winter ist für manchen die Kälte – und doch ist das für mich eine der schönsten Eigenschaften. Denn wann sonst lassen sich Suppen und Eintöpfe so wunderbar genießen? Draußen toben Winde und der Regen prasselt gegen die Scheiben. Drinnen köchelt die Hühnersuppe im Topf und verströmt ihr herzhaft-wohliges Aroma. So lasse ich mir die kalten Jahreszeiten gefallen.

Hühnersuppe habe ich schon immer geliebt. Meine Oma hat immer noch selbst gemachten Eistich hinein gegeben. Bei mir gibt es diesen maximal vom Tiefkühl-Lieferanten meines Vertrauens. Genauso wie die Markklößchen, die Herrn Schatz so gut schmecken. Man muss ja nicht immer alles selbst machen. Hauptsache, die Hühnersuppe ist ein Original!

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Die Zubereitung einer richtig guten Hühnersuppe

Dafür benötigen wir zunächst ein ordentliches Suppenhuhn. Und wenn ich „ordentlich“ sage, meine ich ORDENTLICH und nicht die 1,99-Euro-Biester vom Discounter. Am besten ist ein Bio-Huhn direkt von der Geflügelfarm, doch im Zweifel tut es auch ein Qualitätsprodukt von der Frischetheke.

Dieses säubern wir anständig und geben es mit ausreichend Wasser in einen großen Topf. Ich persönlich bin ein großer Fan davon, das klein geschnittene Suppengrün gleich am Anfang mit dazu zu geben. Dadurch bekommt die Hühnersuppe noch eine schöne Gemüsenote. Meine Mama gibt das Gemüse erst am Ende hinzu und hat dadurch das unverfälschte Hühneraroma. Ist jedem selbst überlassen.

In jedem Fall gehört ordentlich Salz in die Suppe und sie muss mindestens zwei, eher drei Stunden bei geringer Hitze köcheln. Auf gar keinen Fall sollte sie sprudelnd kochen, denn dann wird sie trüb.

Die Hühnersuppe ist fertig, wenn das Huhn beim Herausnehmen fast zerfällt. Dann müssen wir nur noch das Fleisch kleinschneiden, die Suppe abschmecken, Nudeln separat kochen, den Eierstich und/oder die Markklößchen in der Suppe ziehen lassen. Das ist das ganze Hexenwerk.

Mir läuft das Wasser im Mund zusammen, wenn ich nur daran denke. Vom Kuschelfaktor ganz zu schweigen: Ofen anfeuern, neue Häkelweste um mich wickeln, Suppe in eine hohe, kleine Schüssel füllen, ab auf die Hand nehmen und auf die Ofenbank setzen. Wenn das nicht gemütlich ist, ist nichts gemütlich!

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Wer weniger Fleisch in seiner Suppe braucht, kann nach der Hühnersuppe am nächsten Tag noch ein Frikassee kochen oder einen Geflügelsalat mixen. Doch dies sind andere Geschichten, die ein anderes Mal erzählt werden sollen. 😉

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