Happiness

Happy-Liste … ein kleiner Schritt zum alltäglichen Glück

Listen schreiben und glücklich sein. Was hat denn das bitte miteinander zu tun? Für einen Listenmenschen wie mich unglaublich viel. Denn wer Listen schreibt, behält den Überblick und ist damit weniger gestresst. Wer Listen schreibt, macht sich Dinge bewusst. Und wer Listen schreibt, lernt zu reflektieren. Eine der für mich wichtigsten Listen in meinem Leben ist meine Happy-Liste. Eine Liste mit den Dingen, die mir wirklich gut tun. Die mich glücklich machen. Denen ich meine gesamte Zeit opfern würde, gäbe es da nicht berufliche und gesellschaftliche Zwänge und Verpflichtungen. Dinge, die manchmal gar keine Dinge sind. Diese Happy-Liste kann sich immer wieder ändern. Manchmal habe ich einen Hang zu diesen Sachen, im nächsten Jahr machen mich andere Dinge glücklich. Das Leben ist im Fluss – und ebenso meine Happy-Liste.

Was ist normal … und manchmal gar nicht so happy?

Zunächst machen wir uns erst einmal bewusst, wie unser ganz normaler alltäglicher Wahnsinn aussieht. Bei mir läuft der Tag montags bis freitags eigentlich immer so ab:

  1. Aufstehen, schnell die Maus fertig machen, zur Arbeit hetzen.
  2. Arbeiten.
  3. Zurück hetzen.
  4. Zeit mit Mausi verbringen.
  5. Kochen, schnell essen.
  6. Danach (alles nebenbei und vieles gleichzeitig): Putzen, aufräumen, Wäsche waschen, bügeln, Rechnungen überweisen, E-Mails beantworten, ab und an bloggen, um andere Sachen kümmern … ach ja: und etwas die Beziehung pflegen.
  7. Komplett ausgepowert ins Bett.
  8. Und nächsten Tag die gleiche Leier.

Was wäre, wenn …?

Nee, irgendwie ist das alles andere als zufriedenstellend. Wie würde denn mein Tag aussehen, wenn ich alles selbst bestimmen könnte? Wahrscheinlich so:

  1. Aufstehen, in Ruhe mit der Maus frühstücken und sie dann erst zur Krippe bringen, gemütlich ins Home-Office zurück fahren.
  2. Arbeiten – von zuhause aus.
  3. In kleinen Denkpausen schrittchenweise über die Woche verteilt die gesamte Hausarbeit erledigen.
  4. Zeit mit Mausi verbringen.
  5. Kochen und gemütlich essen.
  6. Abendprogramm: Jeden Abend Zeit für etwas anderes Schönes, mal häkeln, mal basteln, fernsehen, bloggen, Date Night – alles ganz bewusst und einzeln und absichtlich und nicht nebenbei.
  7. Entspannt und zufrieden ins Bett.
  8. Und nächsten Tag die gleiche schöne Leier.

Solche Listen sind natürlich nicht sonderlich erbaulich, führen sie uns doch vor Augen, was wir ohnehin nicht haben können. Doch selbstverständlich gibt es auch Listen, die eine äußerst positive Wirkung haben können. Vor allem Listen, die uns immer wieder daran erinnern, was uns glücklich, entspannt und zufrieden macht. Unsere Happy-Listen eben.

Geht einmal in euch und fragt euch: Womit verbringe ich am liebsten meine Zeit? Welche Aufgaben entspannen mich? Bei welchem Hobby fühle ich mich richtig gut? Womit würde ich meinen Tag füllen, wenn ich nicht arbeiten gehen müsste?

Meine aktuelle Happy-Liste

  • Zeit mit meiner Familie verbringen.
  • Häkeln, basteln, kochen und backen.
  • Leichte Lektüre und schöne Bilder zu den Themen Achtsamkeit und Hygge.
  • Schreiben und bloggen.
  • Entspannen und lernen, auf mich zu hören.

img_0216 Happy-Liste … ein kleiner Schritt zum alltäglichen Glück

Lustiger weise ist „schreiben“ tatsächlich meine Arbeit – aber eben ziemlich gehetzt im Büro. Home-Office nicht in Sicht. Daher werde ich auch weiterhin den Stressfaktor „auf Arbeit fahren“ in meinem Leben haben. Und das kostet mich anderthalb bis zwei Stunden am Tag. Wahnsinnig unnötig, aber das sind Dinge, die ich nicht ändern kann. Daher bringt alles klagen nichts, ich muss versuchen, meine Happy-Liste irgendwie in meinen 22-Stunden-Tag zu quetschen. Super wäre es, wenn mir von Montag bis Freitag folgender Plan gelänge:

  1. Aufstehen, die Maus fertig machen, zur Arbeit fahren. Fahren, nicht hetzen – dafür habe ich neulich auf 70 Prozent Teilzeit reduziert.
  2. Arbeiten.
  3. Zurück fahren.
  4. Zeit mit Mausi verbringen.
  5. Kochen und gemütlich essen.
  6. Abendprogramm: Jeden Abend Zeit für etwas anderes nehmen. Mal muss das sicherlich der Haushalt sein, aber einiges davon kann sicherlich bis zum Wochenende warten. Das erfordert, an einem Tag in der Woche für den gesamten Abend den inneren Schweinehund zu überwinden – an dieser Hürde arbeite ich noch. Wenn das gelingt, bleiben vier Abende unter der Woche, die ich mit Dingen aus meiner Happy-Liste füllen kann. Und dann kommt das Wochenende: Noch mehr Zeit für HAPPY!
  7. Halbwegs entspannt und zufrieden ins Bett.
  8. Und nächsten Tag das gleiche Programm – nicht 100-prozentig perfekt und superschön, aber doch schöner als vorher.

Das mit dem einen konsequenten Putzabend in der Woche wird hart – zumal ich vieles nicht abends erledigen kann, wenn Mausi schläft. Aber sicher kann ich dieses Problem lösen. Ich muss einfach nur eine Liste schreiben. 😜

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