Happy at Home
Hygge-Home

Happy at Home … aber immer gerne doch!

Happy at Home. Na, wenn das mal keine Ansage ist. Wer will das nicht? Ordentliche Schränke, Böden ohne Stolperfallen und alles hat seinen Platz. Dies alles verspricht das Buch der beiden US-Aufräumexpertinnen Clea Shearer und Joanna Teplin. Ist ja klar, dass ich da nicht lange zögere und mir schnell meine eigene volle Dröhnung Ordnung und Happiness abholen möchte. 

Normalerweise bekomme ich die neuesten Buchtrends erst mit Monaten oder Jahren Verspätung mit. Aber dieses Mal war ich blitzschnell, weil ich einer Instagram-Werbung zum Opfer gefallen war. Und so zog „Happy at Home“ schon am 21. April bei mir ein – eine Woche nach dem Erscheinungsdatum am 13. April 2020.

Happy at Home: das könnt ihr erwarten

Das gute Stück kostet 18 Euro und bündelt auf 256 Seiten viele, viele Bilder wunderbar aufgeräumter Kleiderschränke, Vorratskammern und Schubladen. Bereits beim ersten, schnellen Durchblättern fällt auf, dass die Autorinnen ein Faible für Kisten, Kästen, Schachteln und Boxen haben. Beim näheren Hinsehen wird klar, dass ihr gesamtes Ordnungsprinzip darauf aufbaut, was sicherlich keine schlechte Sache ist – jedoch im großen Kosmos des Aufräumens, Entrümpelns und Sortierens etwas zu kurz greift.

Sehr gut finde ich, dass die Bilder meist für sich sprechen und „Happy at Home“ mit sehr wenig Text auskommt. Kleine Erläuterungen erklären das eine oder andere Detail, ein kurzer Tipp und schon ist alles zu einem Bild gesagt. Das spricht mich sehr an, denn meist lese ich meine Bücher zwischen Tür und Angel, da finde ich es sehr angenehm, wenn ich schnell alles Wichtige erfassen kann.  

Das Buch ist sehr ansprechend und bietet einige gute Ideen. Doch leider gehen viele davon am Leben normal sterblicher Menschen vorbei – oder an typisch deutschen Raumkonzepten. Wohl kaum einer von uns hat begehbare Kleiderschränke im Haus, eigene Zimmer nur für Spielsachen oder Waschküchen, die größer sind als die eigentliche Küche. Selbstverständlich kann es hier und da ganz nett sein, zu sehen, wie Menschen Leben, die Kohle ohne Ende haben. Doch um Ordnung fürs eigene Heim zu lernen, ist das leider kein allzu brauchbarer Ansatz. 

IMG_8450-1024x1024 Happy at Home … aber immer gerne doch!
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Mein Fazit

Ist diese Buchkritik nun eine Empfehlung oder ein Abraten? Diese Frage beantworte ich ganz klar mit einem: Vielleicht! Denn eigentlich kann man sich die 18 Euro trotz der hübschen Gestaltung und des edlen Designs sparen. Man erfährt nicht viel Neues zu den Themen Ausmisten und Aussortieren: Werft weg, was ihr nicht braucht und ordnet den Rest in Boxen! Naja, darauf wäre ich auch selbst gekommen. 

Außerdem findet man die im Buch gezeigten Tipps und Ideen auch auf dem Instagram-Account der Mädels, was einen Kauf natürlich unnötig erscheinen lässt. Auf den Account habe ich allerdings so gar keine Lust, da er mir persönlich viel zu vollgekramt und chaotisch ist – komisch, da die Mädels doch sonst alles so gerne aufräumen.

Dennoch war „Happy at Home“ kein Fehlkauf für mich, denn als Inspirationsquelle und regelmäßiger Tritt in den Allerwertesten taugt das Buch allemal: Schau mal, du faule Nudel, wie toll es bei anderen aussieht – schäm dich, dass du immer noch keine Boxen beim Möbelschweden gekauft hast! 

Ok, ok, ich geh ja schon … 😉 

Viele Grüße

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