Handy-Detox
Achtsamkeit

Handy-Detox für mehr Schlaf … und Achtsamkeit

Unsere Smartphones sorgen dafür, dass wir nicht mehr so gut schlafen und dass wir auch unterm Tage viel gestresster sind als noch vor ein paar Jahren. Dazu gibt es nicht nur Studien – das bestätigt einem jeder Mensch, der sich nicht selbst in die Tasche lügt. Ich merke das auch selbst: Wenn ich abends im Bett noch mit dem Handy herumspiele, schlafe ich wesentlich später ein. Vielleicht liegt es am Licht oder an zu vielen Informationen vorm Zubettgehen. Es ist egal. Wichtig ist nur: Ich brauche ein Handy-Detox!

Detox. Ein wunderbar bescheuerter Überbegriff für jede Art der Entgiftung. Tox von toxisch, giftig. Hauptsache englisch! ;-P Wie ihr euch denken könnt und sicherlich schon selbst gemerkt habt, kann man von allem entgiften. Nicht nur Drogen, Rauchen und Alkohol, sondern auch Zucker, Stress oder eben Handy-Detox. Das sind alles wichtige und nützliche Entgiftungskuren, versteht mich nicht falsch – nur das Wort Detox finde ich halt selten dämlich. *grins*

Warum das Ganze?

Wie schon einmal beschrieben, befasse ich mich in Sachen mit Achtsamkeit und Lebensfreude schon etwas länger mit dem Thema Schlafen. In diesem Zusammenhang habe ich meine Rituale und Gewohnheiten hinterfragt und bin dabei ganz schnell auf meinen Smartphone-Konsum gestoßen. Die ehrliche Antwort auf dieses Hinterfragen konnte nur lauten: Ich nutzte mein Smartphone zu lange, zu spät und leider auch noch dann, wenn ich eigentlich schon fast eingeschlafen war: „Oh, wann habe ich morgen meinen Termin?“ Nochmal Handy anmachen und schnell nachschauen. Und schwupps, war ich wieder wach.

Am Morgen danach zahlte ich dann meistens die Zeche, denn ich kam nicht aus dem Bett, war hundsmiserabel gelaunt und den ganzen Tag nicht fit. Nur um dann am Abend wieder den gleichen Müll wie am Vorabend abzuziehen. Das durfte so nicht weitergehen.

Handy-Detox à la Kuschelstunde

Ich beschloss, mein Smartphone im Schlafzimmer nicht mehr in die Hand zu nehmen. Zwar habe ich es nach wie vor noch als Wecker auf dem Nachtschränkchen liegen – aber das nur wegen der entspannenden, meditativen Aufwachmusik. Sobald ich einen bezahlbaren Wecker finde, der mich mit Meeresrauschen-Musik weckt, ist das Handy am Bett auch passé. Doch nun zu meinen Maßnahmen:

  • Das Handy nehme ich zum letzten Mal im Bad in die Hand. Hier stelle ich meinen Wecker und aktiviere den Flugmodus.
  • Dann lege ich mein Smartphone auf den Nachtisch und lasse die Finger davon. Nochmaliges Anschalten ist unter Strafe verboten. Und Strafe bedeutet in diesem Fall, dass ich keinen Strich im Habit Tracker meines Bullet Journals machen darf.
  • Wenn ich in der Nacht aufwache, schaue ich nicht, wie spät es ist, sondern versuche, wieder einzuschlafen. Was soll ich sagen: Ohne die Info „Oh Gott, nur noch anderthalb Stunden“ schläft es sich ganz entspannt wieder ein.
  • Am Morgen schalte ich den Wecker und den Schlummer aus – und stelle mein Handy nicht sofort wieder an. Ganz oft schaffe ich es sogar bis in die Bahn, bevor ich den Flugmodus deaktiviere. Und die Welt geht trotzdem nicht unter. Wahnsinn, was?!?!

Mit diesem Handy-Detox fahre ich erstaunlich gut – sogar so gut, dass ich mir zutraue, ab Juni das Ganze nicht mehr via Habit Tracker kontrollieren zu müssen. Ich bin sehr stolz auf mich und sehe auch, dass ich wesentlich entspannter aufwache und tagsüber wacher bin. Echt „lustig“, was früher ganz selbstverständlich war, was man sich heutzutage aber erst einmal wieder beibringen muss. Wir sind schon irgendwie ziemlich bekloppt, oder?!?! 😉

Einen schönen, ungiftigen Abend allerseits!

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