Selbstliebe
Achtsamkeit

Die Sache mit der Selbstliebe. Oder: Sei nett zu dir selbst!

Neulich habe ich eine äußerst interessante Frage gelesen. Das Ganze selbstverständlich im alles übergreifenden Kontext der Themen Achtsamkeit, Dankbarkeit und Selbstliebe. Es ist eine Frage, die mich immer wieder einholt, denn ich habe mich ertappt gefühlt:

Würde mich jemand, der mich liebt, so behandeln, wie ich mich selbst behandle?

Lasst die Frage erst einmal sacken! Starker Tobak, oder? Mir hat dieses kleine, feine Bildchen auf Instagram den Spiegel vorgehalten. Denn wie behandelt mich der Mensch, der mich wirklich liebt?

Die Liebe eines anderen …

  • Er nörgelt nicht überkritisch an meinen äußerlichen Fehlerchen herum.
  • Er überrascht mich oft mit schönen Sachen.
  • Er akzeptiert, dass ich nicht perfekt bin – und liebt mich sogar wegen dieser Mängel.
  • Er beschützt mich vor Angriffen von außen und schubst mich nicht noch unter den Panzer.
  • Er lacht mit mir und über mich; aber er lacht mich nicht aus.
  • Er sieht meine vielen positiven Eigenschaften immer vor den negativen.
  • Er ist ehrlich zu mir, ohne mich runter zu machen.
  • Er achtet auf mich.
  • Er gibt mir Freiräume, wenn ich sie brauche.
  • Er ist immer für mich da, verleugnet mich nicht – und will nicht, dass ich anders bin.

Ich könnte noch eine Weile so weiter machen, aber das wäre dann wohl doch etwas ermüdend. Aber ihr seht, worauf ich hinaus will. Der Mensch, der mich liebt, liebt mich so wie ich bin. Schon Bridget Jones wusste 2001, dass das was richtig Gutes ist. Und was mache ich? Behandle ich mich selbst so, wie mich der Mensch behandelt, der mich liebt?

Die Selbstliebe gegenüber uns selbst …

  • Nörgle ich überkritisch an meinen äußerlichen Fehlerchen herum?
  • Überrasche ich mich oft mit netten Sachen?
  • Akzeptiere ich, dass ich nicht perfekt bin?
  • Wehre ich mich gegen Angriffe von außen oder lege ich mich freiwillig unter den anrollenden Panzer?
  • Kann ich über mich lachen? – Gut, das bekomme ich sogar einigermaßen hin.
  • Sehe ich meine vielen positiven Eigenschaften immer vor den negativen?
  • Bin ich ehrlich zu mir, ohne mich selbst zu zerfleischen?
  • Achte ich auf mich? – In letzter Zeit immer öfter, Achtsamkeit sei Dank!
  • Nehme ich mir Freiräume, wenn ich sie brauche?
  • Wünsche ich mir niemals, anders zu sein?

Ich müsste lügen, wenn ich behauptete, dass ich die Sache mit der Selbstliebe im Griff hätte. Denn leider bin ich ein viel zu perfektionistischer, überkritischer Mensch. Nicht in Bezug auf andere. Deren Schwächen sehe ich meist nicht durch ein Vergrößerungsglas. Klar, gibt es genug Idioten, die mir gehörig auf den Sender gehen. Aber die sind so, wie sie sind. Und das ist gut so. Leider habe ich noch etwas Schwierigkeiten mit dem Gegenstück zu diesem Satz, der da lautet: Ich bin, wie ich bin. Und das ist gut so.

Doch ich arbeite daran und bin meiner Ansicht nach auf einem ganz guten Weg. Ich nehme mir immer öfter Zeit für mich, achte auf meine Ernährung und höre auf meinen Körper. Ich weiß, wo meine Stärken liegen – und muss nur noch lernen, diese auszuspielen und mich ab und an für sie zu loben. Ich muss entspannter werden und weniger selbstkritisch, dann findet sich der Rest von allein.

Mein Fazit

Die Devise lautet: Sei nett zu dir selbst! Denn wenn wir schon nicht nett zu uns selbst sind, wie können wir dann erwarten, dass andere nett zu uns sind?

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