Vergleichen ist das Ende des Glücks
Happiness

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks …

… und der Anfang der Unzufriedenheit. Dies wusste schon der dänische Philosoph Søren Kierkegaard. Er lebte bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts – doch viele seiner Weisheiten sind heute noch so aktuell und richtig wie damals. Denn auch heute schauen wir noch viel zu oft darauf, was andere haben. Sei es aus Neid oder bloßem Interesse: Wohl kaum einer von uns schafft es, niemals auf seinen Nachbarn, Kollegen oder Bekannten zu schielen. Das ist vollkommen menschlich, doch dürfen wir nicht die weisen Worte Søren Kierkegaards vergessen: Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.

Gerade in meiner Jugend litt ich sehr darunter, dass ich nicht so war wie die anderen. Ich hatte nicht so tolle Klamotten, bekam weniger Taschengeld und war nicht so cool wie meine Mitschüler. Das Gras auf der anderen Seite war einfach immer grüner als das unter meinen Füßen. Ich verglich mich ständig mit den anderen, wollte so sein wie sie, ließ nichts unversucht, mich ihnen anzugleichen und cool rüberzukommen – und wurde von Tag zu Tag unglücklicher. Nee, meine Teenie-Zeit war ziemlich Scheiße. (Sorry, aber ein Sch… hätte an dieser Stelle nicht gereicht.) Doch die Erkenntnis, dass ich daran selbst schuld war, kam erst Jahre später.

Schritt für Schritt raus aus der Falle

Heute verurteile ich mich nicht mehr dafür, dass ich so war wie ich war. Himmel, ich war ein pubertierender Teenager – wir waren doch alle verkorkst. Zum Glück werden wir älter und weiser. Mein erster wichtiger Schritt war ein Schulwechsel nach der zehnten Klasse. Ganz neu anfangen und versuchen, endlich man selbst zu sein. Das war wichtig und richtig. Und mit jedem weiteren Schritt in meinem Leben, kam ein bisschen mehr „ich“ hinzu. Ich schaute immer weniger auf die anderen und versuchte, mein eigenes Ding durchzuziehen. Sicher: in manchen Situationen fragt man sich  natürlich, warum der Kerl mit dem hammergeilen Job und Gehalt jetzt auch noch eine fette Erbschaft abräumt … aber in solchen Momenten stelle ich mir die Frage: Möchte ich mein Leben gegen seines eintauschen? Und bisher lautete die Antwort immer. NEIN!

Vergleichen ist das Ende des Glücks … – ja oder nein?

Ich stimme dem guten, alten Søren Kierkegaard zu: Wenn wir anfangen, uns mit anderen zu vergleichen, ist es nicht mehr weit zum Neid. Und wer neidisch ist, wird unglücklich, weil er nicht das zu schätzen weiß, was er hat. Dabei vergessen wir viel zu oft, dass auch die vermeintlich glücklicheren Menschen alle ihr Päckchen zu tragen haben. Vielleicht haben sie ein abbezahltes Eigenheim – aber dafür auch einen schwer kranken Papa. Vielleicht läuft es im Job prima – aber der Sohnemann ist auf einer schiefen Bahn. Oder sie sind immer schick und hübsch anzusehen – langweilen sich aber zu Tode, weil sie kein Interesse an irgendetwas haben.

Nee, liebe Freunde der Nacht, ich bin äußerst zufrieden mit meinem kleinen, perfekten Leben. Perfekt nicht im Sinne von „es gibt nirgendwo Verbesserungspotenzial“, sondern perfekt im Sinne von „passt zu mir – ist eindeutig meins!“

Wie sieht es bei euch aus? Vergleicht ihr gerne oder seid ihr auch der Ansicht: Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit?

Viele Grüße

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