Happiness

Danke, Dankbarkeit, Mahalo – nicht nur innen, auch außen

Wenn ich so überlege, was mich an meinem Leben stört, fällt mir eigentlich nur eine Sache ein. Klar: Ich komme nicht mit dem Haushalt hinterher, habe zu wenig Zeit für die Dinge, die mir Spaß machen und mehr Geld auf dem Konto schadet sicherlich auch nie. Aber was stört mich wirklich, wirklich, wirklich richtig? Das ist eigentlich nur eine Sache. Eine große Sache, die leider viel zu viel Platz in meinem Leben einnehmen muss. Aber unterm Strich trotzdem nur eine einzige Sache.

Leider hat diese Sache lange Zeit all die anderen Dinge in den Hintergrund gedrängt, die in meinem Leben richtig gut laufen. Eine Schande, wenn ich es mir recht überlege, denn diese Sache ist keinesfalls so gravierend wie eine schwere Krankheit. Es ist einfach nur eine Sache, an der man arbeiten kann. Darf solch eine Lappalie mir mein ganzes Leben madig machen? Auf gar keinen Fall! Und das ist auch der Grund, warum ich mich seit einigen Monaten so intensiv mit Achtsamkeit beschäftige, mit Hygge und mit Happiness und dem Thema „Dankbarkeit“.

Dankbarkeit. Leichter gesagt als getan.

Ich bin zwar ein sehr dankbarer Mensch, aber für meinen Geschmack vergesse ich viel zu oft, dankbar zu sein. Eine ganze Zeit habe ich mich geschämt, wenn ich mich über Dinge in Zusammenhang mit „der Sache“ geärgert habe und darüber vergessen habe, dankbar für mein restliches Leben zu sein. Doch ich bin zu dem Schluss gekommen, dass das nicht zielführend ist. Ich bin ja schließlich nicht absichtlich undankbar – ich vergesse nur, daran zu denken, dass ich dankbar bin.

Außerdem denke ich, dass es in der Natur des Menschen liegt, nach Höherem zu streben. Naja, vielleicht nicht in der Natur eines jeden Menschen, aber auf jeden Fall in meiner. Ist halt so, kann ich nicht ändern, muss ich akzeptieren und nicht darüber lamentieren. Es ist ja auch nicht schlimm, aus seinem Leben das Beste machen zu wollen. Und für die Sache mit der Dankbarkeit habe ich mir für mich selbst eine kleine Erinnerungshilfe überlegt, die sie mir ab sofort immer vor Augen führt.

Das ist jetzt sicherlich kein Schritt für jeden. Manch einer will nicht, manch einer kann nicht, manch einer wird gleich denken: „Die Alte ist doch bekloppt!?“ Ihr alle habt recht. Ich aber auch, denn ich finde es cool, klasse, regelrecht beflügelnd. Ich bin etwas verliebt in meinen linken Unterarm. Warum? Darum:

img_0243 Danke, Dankbarkeit, Mahalo - nicht nur innen, auch außen

Mahalo. Mahalo. Mahalo als Lebensmotto.

Seit vergangenen Donnerstag muss ich immer lächeln, wenn ich auf meinen Unterarm blicke. Erstens sieht mein neues Tattoo total schön aus und zweitens denke ich in Sekundenbruchteilen an alles Schöne in meinem Leben. Mahalo – das hawaiianische Wort für „Danke“. Zu Hawaii habe ich sowieso eine ganz spezielle Beziehung und zu Danke, Dankbarkeit, Mahalo eben auch. Ein Tattoo, das 100-prozentig perfekt wie die Faust aufs Auge zu mir passt. Und ich fühle: einfach nur Happiness.

Dabei soll das Tattoo nicht einfach nur ein Tattoo sein. Es ist mein Lebensmotto, eingestochen in meine Haut bis zum Ende meiner Tage. Erinnerung und Statement zugleich. Allerdings eher für mich als für meine Umwelt. Andere Leute können es zwar sehen, aber nicht im Vorbeigehen lesen. Geht sie ja auch nichts an. 😜 Dieses Tattoo ist für mich. Endlich mal eines, das ich sehe. Das andere vergesse ich immer, obwohl ich es schon seit 20 Jahren habe.

img_0244 Danke, Dankbarkeit, Mahalo - nicht nur innen, auch außen

„Danke“ für Leben und Leib

Vor einigen Monaten hatte ich schon angekündigt, dass sich meine Dankbarkeit nicht nur auf mein Leben, sondern auch auf meinen Leib auswirken wird. Und nun ist es endlich geschehen. Dauert halt so lange, wenn man einen Termin bei einem extraguten Tätowierer haben will. Und erst jetzt im Nachhinein habe ich erkannt, dass gerade dieser filigrane Schriftzug einen Top-Profi erfordert. Nicht auszudenken, was eine zitternde Hand mit den feinen Linien gemacht hätte …

Aber es ist alles gut gegangen und ich bin einfach nur hin und weg. Ab sofort wird es mir ganz leicht fallen, selbst in bescheidenen Situationen und Zeiten dankbar zu bleiben. Einfach den Ärmel hochschieben, Mahalo lesen und Mahalo denken und den Müll um mich herum nicht so ernst nehmen. Augen zu und durch – freu dich auf deine Lieben, das gute Essen am Abend, eine Verabredung mit einem Freund, die Lieferung mit Bastelsachen, ein DIY-Wochenende, dein kuscheliges Heim … was auch immer. Einfach alles. Das Leben ist schön!

Was diese eine Sache betrifft, …

Die wird mich auf absehbare Zeit wohl weiter stören. Doch bin ich ein großer Fan des Mottos „Love it, change it or leave it!“. Lieben lernen werde ich diese Sache nicht. Alle Versuche, diese Sache zu verändern, sind katastrophal gescheitert. Bleibt also nur die Option, diese Sache zu verlassen. Daran arbeite ich. Momentan noch ohne Erfolg, doch das muss nicht so bleiben. Und wird es über kurz oder lang auch nicht. Ich brauche eben nur etwas Geduld.

Und bis dahin? Bis dahin denke ich „Mahalo“ und erfreue mich all der schönen Dinge in meinem Leben. Davon gibt es ja glücklicherweise genug. Das Leben ist schön.

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