Kuschelstunde

Dinge, die der Seele gut tun

Hygge im Hängesessel

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Dattel-Schoko-Pralinen – Soulfood mit Suchtfaktor

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Achtsamkeit trainieren … mit einem Fotografie-Workshop

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Gute Vorsätze für ein kuscheliges Osterfest {inkl. Bucket-List}

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Achtsamkeit

Die Nachteile der Achtsamkeit

von am 22. Februar 2018

Wie bereits beschrieben, versuche ich, achtsamer zu werden. Doch das Hinschauen und Hinhören hat seine Schattenseiten. So zum Beispiel morgens in der Bahn. Mein unachtsames Ich wäre heute Morgen in die Bahn gestiegen, hätte sich seine Kopfhörer ins Ohr geschoben, stur aus dem Fenster gestarrt ohne etwas zu fokussieren und alle Einflüsse um sich herum ignoriert.

Doch heute Morgen habe ich das nicht getan – und bald sehr viele Eindrücke gesammelt, die man vor dem ersten Kaffee nicht sammeln sollte.

  • Ich suchte mir einen Fensterplatz gegenüber einem halbstarken Mitzwanziger, der meinen Füßen keinen Zentimeter Platz freigab (1. Detail, das ich bewusst wahrnehmen durfte).
  • Doch war meine Platzwahl wohl bedacht, denn die Bahn morgens wird immer voll und ein Nebensitzer ließ nicht lange auf sich warten. Dieser parkte sogleich seinen halben Oberschenkel auf meinem Sitz und damit auf mir (2.).
  • Während der Fahrt bekam ich mehrfach kalte Füße und eine gefühlte Blasenentzündung (3.). Das lag an dem Anblick diverser Mädchenfüße, die nur in Sneakers und 7/8-Hosen bekleidet waren. Bei 1,5 Grad Celsius!!! Arme Fashion Victims.
  • Ein Pärchen umarmte sich inniglich vor der Haustür. Ach, wie schön (4.).
  • Mein Gegenüber hatte kein Taschentuch griffbereit und zog im 30-Sekunden-Takt die Nase hoch. Yummy. (5.)
  • Außerdem kommentierte er jede seiner eingehenden Nachrichten mit einem verächtlichen Schnauben (6.). Überhaupt nicht nervig.
  • Mein Nebensitzer wollte offenbar auch etwas Aufmerksamkeit und fing irgendwann an zu röcheln (7.).
  • Darüber hinaus zeigte er nicht wirklich Engagement, seine Tasche zu bewegen, als ich aussteigen musste (8.).

Bis auf Punkt Nummer Vier hätte ich diese Eindrücke heute so früh am Morgen noch nicht gebraucht. Aber sei’s drum. Wo Licht ist, ist auch Schatten. Und wer Achtsamkeit lernen will, muss eben erst einmal alles aufnehmen – bevor er das Filtern lernen darf.

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Happiness

Was ist Hygge?

von am 12. Februar 2018

Beginnen wir den heutigen Blog-Eintrag so, wie wir früher manchmal unsere Deutsch-Hausaufgaben begonnen haben: Laut Duden ist das Wort Hygge ein feminines Substantiv und bedeutet „Gemütlichkeit“ oder „Heimeligkeit als Lebensprinzip (in Dänemark)“. Das dazu passende Adjektiv hyggelig bedeutet „dem Prinzip der Hygge gemäß“, „gemütlich“ oder „heimelig“.

Soweit die Theorie. Doch Theorie und Hygge passt ja schon von der DNA her nicht zusammen. Also brauchen wir einen anderen Ansatz. Einen persönlichen. Stellt sich die Frage:

Was bedeutet Hygge für mich?

Hygge. Das hört sich schon so schnuckelig an. Wie ein kuscheliger Pullover, der noch nie gekratzt hat und auch nach 100 Wäschen niemals kratzen wird. Wie ein Katzenbaby ohne Krallen. Wie Kerzenschein in einer kalten Winternacht. Ein knisterndes Kaminfeuer. Ein netter Plausch mit den Kollegen – während man sich mit seiner Kaffeetasse in der Hand an den blass-grau-grünen Heizkörper kuschelt. Hygge ist überall. Hygge ist an keinen Ort gebunden. Hygge ist ein Gefühl. Eines, das stressgeplagte Menschen unserer Zeit und unseres Breitengerades oft erst einmal lernen müssen.

Nun bin ich kein passionierter Dänemark-Urlauber und auch sonst eher eine chaotische Natur. Aber Hygge gefällt mir. Ich will das auch können. Doch bin ich mir im Klaren, dass das einiges an Zeit und Geduld erfordern wird. Ich muss meinen Perfektionismus zähmen und das Hyggelige erst einmal erkennen, das in den alltäglichen Dingen schlummert.

Was kann denn alles hyggelig sein?

  • Hygge ist alles, was gemütlich ist und gut tut. Ooops … also all die Dinge, über die ich in diesem Blog schreibe.
  • Eine gemütliche, herzliche Atmosphäre ist hyggelig. Wenn man spürt, dass man willkommen ist. Oder wenn man seinen Gästen zeigt, dass sie willkommen sind.
  • Das geht natürlich nur mit den richtigen Leuten. Freunde, Familie, nette Menschen, die einem gut tun. Miesmacher haben hier nichts verloren.
  • Der Inbegriff von Hygge sind Kerzenschein und kuschelige Lichtquellen. Noch etwas Duftöl. Herrlich.
  • Nicht nur seelisches Wohl zählt – auch das leibliche. Leckeres Essen und süffige Getränke. Also alles, was ihr hier künftig in der Rubrik Gaumenfreuden finden werdet.
  • Der liebste, beste Kuschelpulli und die quietschbunten Plüschsocken – eingemummelt in der …
  • … Flauschdecke auf der Lümmelcouch. Auch Kleidung und Möbel müssen zum eigenen hyggeligen Wohlgefühl passen.
  • Schöne Dinge tun, die uns Freude machen. Bei mir sind das kochen, backen und anschließend essen, basteln, malen, häkeln, kuscheln, vorlesen, bloggen und britische Krimiserien schauen. Unter anderem.
  • Und was verschafft uns außerhalb unserer eigenen vier Wände Hygge? Schöne Dinge unternehmen und schöne Erinnerungen schaffen. Zum Beispiel mit einem BBQ im Park oder einem Picknick am Fluss. Einem Spaziergang über weite Felder. Auf einem Fest oder beim Fahrradfahren. In einem gemütlichen Café oder unter einem uralten Baum am Baggersee. Die Lieblingsstrickjacke, ein gutes Buch oder ein riesiges Badetuch dabei – und schon steht Hygge nichts mehr im Weg.
  • Und dann natürlich das Hygge-Highlight des Jahres: Weihnachten! Die Lichter, die Gerüche, die Weihnachtsmärkte, die Plätzchen, die Vorfreude, die glänzenden Kinderaugen, die Weihnachtsgans … Muss ich noch mehr sagen?

Ich habe nun also eine ungefähre Vorstellung davon, was Hygge für mich sein könnte. Jetzt muss ich das nur noch umsetzen.

Auf geht’s: Ich lasse Hygge in mein Leben!

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Und ihr?

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Wollglück

Schal mit Doppelstäbchen – der nächste Winter kommt bestimmt

von am 4. Februar 2018

Der Winter ist fast vorbei. Doch der nächste kommt bestimmt. Und wenn es soweit ist, werde ich vorbereitet sein. Bis dahin habe ich den Weihnachts-Dekokranz mit Schneemann gehäkelt, den ich 2017 in der Vorweihnachtszeit nicht mehr geschafft habe. Bis dahin habe ich mir neue, warme Accessoires gehäkelt, die ich unbedingt haben will. Und bis dahin habe ich mir bestimmt auch noch einmal den gleichen Schal gehäkelt, den meine Schwägerin letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt bekommen hat. Wohl gemerkt: Die liebe Frau hat im Juni Geburtstag!

Aber wie schon gesagt: Der nächste Winter kommt bestimmt. Und antizyklisch häkeln ist ohnehin sehr viel sinnvoller als in der Jahreszeit anzufangen, in der man das Ergebnis braucht. Daher werde ich ab sofort Frühlingstücher und Sommerwesten im Herbst und Winter arbeiten – und Weihnachtsdekoration, Weihnachtsgeschenke und warme Socken bei dreißig Grad und Sonnenschein. Gut, die Hände schwitzen bei Alpaka und Schurwolle etwas mehr. Aber wer es schön haben will, muss sich auch mal etwas quälen. Schöne Qual selbstverständlich.

Schal mit Doppelstäbchen

So, nun aber zum Schal mit Doppelstäbchen. Das Ganze war eine Idee der Boshi-Jungs. Gefunden in ihrem Buch „Häkeln – Von Kopf bis Fuß“. Ganz easy in jede zweite Masche zwei Stäbchen einhäkeln. Das geht ganz schnell und sorgt für dieses supertolle Muster. Da freut man sich doch glattweg schon auf den nächsten Winter, obwohl noch nicht einmal der Frühling begonnen hat.

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Achtsamkeit

Achtsamkeit – eine ganz subjektive Einschätzung.

von am 4. Januar 2018

Achtsamkeit und ich. Das ist ein Paradoxon, das dazu taugt, das Raum-Zeit-Kontinuum zu verschieben.

Ein Beispiel: Zu Halloween sieht unser Haus immer aus, als seien 10.000 Kürbisse und drei Friedhöfe explodiert. Fensterbilder, Plastiksärge mit schreienden Untoten darin, Ketten und abgetrennte Gliedmaße, Schrumpfköpfe und Kürbisse, Kürbisse, Kürbisse. Manch ein Auto ist schon bei uns vorbeigefahren, hat den Rückwärtsgang eingelegt und sich das Spektakel noch einmal genauer angeschaut. Ich persönlich brauche das nicht. Aber wer sich einen halben Amerikaner anlacht, darf sich wohl nicht beschweren.

Normalerweise verschwindet das Gemetzel wieder, sobald ich meine Weihnachtsdekoration herausräume. Nicht im vergangenen Jahr. Da nahm mir mein göttlicher Gatte die Arbeit ab und als ich vom Büro nach Hause kam, war der Spuk vorbei. Woran ich das gemerkt habe? Daran, dass Herr Schatz nach zwei Stunden fragte: „Hast du eigentlich irgendwie mitbekommen, dass die Halloween-Deko weg ist?“ Ooops …

Das ist meine aktuelle Form von Achtsamkeit. Ich bekomme so gut wie nichts mit von meiner Umwelt. Das hat auch gute Seiten. Zum Beispiel wenn ich das Schülergeschrei morgens in der Bahn komplett ausblenden kann. Oder wenn ich den toten Igel am Straßenrand schlichtweg übersehe. Aber wenn ich noch nicht einmal mehr mitbekomme, wenn sieben Umzugskisten voll Dekoration wieder im Keller verschwunden sind, ist die Zeit für Gegenmaßnahmen gekommen.

Daher habe ich angefangen, an meiner Achtsamkeit zu arbeiten. Denn wie viel verpasst man eigentlich im Leben, wenn man nicht genau hinschaut? Erst heute Morgen habe ich gesehen, dass ein Haus entlang der Straßenbahngleise ab Stockwerk zwei eine hübsch verzierte Fassade hat. Bin ich hochgerechnet schon 1.100 Mal vorbei gefahren – und habe ich heute zum ersten Mal gesehen. Selbstverständlich geht nicht die Welt davon unter, dass ich mir das Haus noch nie genauer angesehen habe. Aber ich bin trotzdem stolz, dass ich es endlich bemerkt habe. So langsam tragen meine Anstrengungen Früchte.

Meine einzelnen Maßnahmen trage ich künftig hier in dieser Blog-Kategorie „Achtsamkeit“ zusammen. Freut euch als erstes auf das Glückstagebuch. Geht gleich richtig schön los. Außerdem werde ich kleine, aber feine Momente sammeln, die mir besonders gut gefallen haben.

PS: Herzlichen Dank an meinen Herrn Schatz für das Foto. Ich war leider nicht dabei, aber wenn ich es gewesen wäre, wäre es auch für mich ein besonders achtsamer Moment gewesen.

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Happiness

Kuschelstunde sagt „Hallo Welt!“

von am 2. Januar 2018

Jeder Mensch hat seine ganz persönliche Vorstellung von Entspannung und Glück. Davon, was für ihn eine Kuschelstunde ausmacht. Den einen reicht eine Tasse Earl Grey. Die anderen müssen tatsächlich unbedingt und ausschließlich kuscheln. Die nächsten brauchen eine warme Decke und Wollsocken.

Nennen wir’s Hygge oder Achtsamkeit oder Work-Life-Balance oder sonst was: Am Ende steht, dass sich jeder von uns wohl fühlen will. Mit dem Stress zurechtkommen. Sorgen abschütteln. Sich aufs Wesentliche konzentrieren und mit dem zufrieden sein, was man hat.

Jeder muss selbst entscheiden, was ihm gut tut und was nicht. Keiner kann den anderen bekehren oder ihm seine eigene Kuschelvorstellung aufzwingen. Bei der Kuschelfrage gilt wie sonst kaum woanders: Erlaubt ist, was gefällt – und keinem anderen schadet. Trotzdem kann man sich natürlich jederzeit austauschen und irgendwo kreative Ideen sammeln. Wie macht das der eine? Was hat bei dem anderen geholfen? Kopieren, teilen, weitergeben – und am Ende das Beste für sich selbst herausfinden.

Ich habe jahrelang gebraucht, um herauszufinden, was mich wirklich abschalten lässt. Wobei sich das anhört, als sei ich mit dieser Reise fertig und hätte den Stein der Weisen gefunden. Mitnichten! Immer wieder probiere ich Neues aus und entdecke mich selbst neu. Noch vor ein paar Jahren hätte ich nicht gedacht, dass mir Basteln und Häkeln Spaß machen. Heute kann ich gar nicht genug davon bekommen. Wenn nur die liebe Zeit nicht wäre …

Jeden Tag schwebe ich zwischen „ich muss“, „ich sollte“ und „ich will aber“. Im Dschungel der Pflichten und Zwänge Freiräume für sich selbst zu schaffen, das ist wohl die größte Herausforderung des Tages. In diesem Blog berichte ich von meinen Erlebnissen. Hier schreibe ich darüber, was mir den Weg zu meiner Kuschelstunde versperrt, wie ich diese Sperren abzubauen versuche und was mir persönlich gut tut. Alles komplett subjektiv. Aber wer weiß?! Vielleicht ist ja die eine oder andere nützlich Idee für euch dabei …

Mein Name ist Sandra und ich freue mich, dass ihr auf mein Blog gestoßen seid. Wundert euch bitte nicht, wenn sich hier nicht im Stakkato etwas tut. Denn getreu dem Motto dieses Blogs „Dinge, die der Seele gut tun“ werde ich nur etwas schreiben, wenn ich wirklich in der Stimmung bin. Sonst wäre diese Website nur ein weiterer Zwang, den ich mir selbst auferlegte. Und das ginge ja mal deutlich am Thema vorbei, oder?!

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