Happiness

Hygge im Hängesessel

von am 22. April 2018

Sonntagnachmittag. Der Wurm schläft. Der Mann zappt durch die Kanäle. Und ich? Ich könnte jetzt die Spülmaschine ausräumen. Die Waschmaschine beladen. Ein paar Karten basteln. Oder mich an die Steuererklärung setzen. Mache ich aber alles nicht. Ich lasse mein Handy auf dem Esstisch liegen, nehme auch kein Buch mit, und kuschele mich in den Hängesessel im Garten. Freitagnachmittag hat mich Herr Schatz damit überrascht. Und da die Kleine gerade keine Besitzansprüche anmelden kann, gehört er hier und jetzt mir ganz allein. Kein „gaukeln, gaukeln“ – einfach reinlegen und gut.

Ich schließe die Augen. 25 Grad. Genau richtig, nicht zu heiß und nicht zu kalt. Ich höre die Vögel zwitschern. Und die Bienen summen. Ein Hubschrauber schraubt irgendwo in der Nähe herum. Soll er doch, stört mich nicht weiter. Das Summ-Summ-Summ ist näher und viel schöner. Ich denke an … nichts. Höre nur das Summen. Und, ach, da ist ja auch der freche Laubfrosch – anscheinend direkt über mir irgendwo in der Birke. Vielleicht sehe ich ihn ja.

Der Laubfrosch ist es wert, dass ich meine Augen öffne. Aber entdecken kann ich ihn nicht. Dafür sehe ich das hübsche Schattenspiel, das Sonne und Birkenzweige auf meinen Hängesessel zaubern. Hin und her. Ein laues Lüftchen zieht durch die Birke und lässt die Blätter leise rascheln. Ach, wie schön. Ich schließe wieder die Augen.

Die Nachbarin kommt auf ihre Terrasse und zündet sich eine Zigarette an. Ich sehe sie nicht und sie sieht mich nicht, denn ich schaukele in eine andere Richtung. Und ich belasse es dabei. Habe keine Lust, zu quatschen. Und so schaukele ich sanft vor mich hin. Schlafe ich ein? Ich kann es nicht sagen. Vielleicht. Auf jeden Fall werde ich ganz schwer und ruhig. Ich genieße. Einfach alles. Das Summen und Brummen, das Zwitschern und Rascheln. Selbst die kleinen Birkenblüten, die ab und an auf mich herunterplumpsen.

Hängesessel, Hygge

Dann, irgendwann, höre ich hinter mir den Rollladen. Der Mittagsschlaf ist vorbei. Ich drehe mich um und warte schon ganz gespannt, dass Herr Schatz mit Mausi herauskommt. Eine frische Windel später ist es soweit. Sie sieht mich im Hängesessel und ruft entzückt: „Gaukeln, gaukeln!“ Also gaukeln wir jetzt eine Runde zusammen, bevor wir durch den Garten stromern, Pusteblumen pusten, Schmetterlingen nachlaufen, mit dem Wasserschlauch herumspritzen und versuchen, mit Cookies im Mund zu pfeifen.

Danke, liebes Leben!

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Gaumenfreuden

Dattel-Schoko-Pralinen – Soulfood mit Suchtfaktor

von am 17. April 2018

Ohne Zucker leben scheint hart. Vor allem für einen Schokoladen-Junkie wie mich. Doch muss ich zugeben, dass das eigentlich ganz gut funktioniert. Zumindest bis jetzt. Seit Jahresanfang verbanne ich nach und nach jegliche Zuckerzusätze aus meiner Ernährung. Das fängt bei meinen heißgeliebten Schokoladenrosinen an, zieht sich über das morgendliche Marmeladenbrot und hört bei Fast Food und Fertiggerichten noch lange nicht auf. Gut, der Gang durch den Supermarkt dauert derzeit doppelt so lange wie vorher, da ich jede Zutatenliste lesen muss. Aber es lohnt sich.

Trotzdem kann ich eines ganz sicher nicht: auf Süßigkeiten verzichten. Niemals im Leben! Never ever! Jamais! Das wäre äußerst kontraproduktiv. Dinge, die der Seele gut tun – das ist Motto dieses Blogs und soll mein Lebensmotto werden. Und zwar in allen Bereichen. Hobby und Freizeit sowieso, Familie ganz klar, Beruf wäre auch irgendwann toll. Aber ganz, ganz sicher beim Essen und Trinken. Nirgends ist es einfacher, die Seele baumeln zu lassen. Ein leckeres, zuckerfreies Essen, ein Gläschen trockenen Roséwein dazu (eines, nicht zwei!). Und zum Abschluss ein paar Dattel-Schoko-Pralinen. Genießer-Herz, kannst du mehr verlangen? Ja, eine Kopfmassage, während ich das Pralinchen schlotze! 😉

Dattel-Schoko-Pralinen

Zutaten für die Dattel-Schoko-Pralinen

  • 70 g Datteln ohne Stein
  • 25 g gehackte Mandeln
  • 5 g Kakaonibbs
  • 1 EL Kakaopulver
  • gemahlene Mandeln zum Wälzen

– ergibt ca. 100 g –

Dattel-Schoko-Pralinen

Zubereitung der Dattel-Schoko-Pralinen

  1. Datteln irgendwie zu Mus verarbeiten. Am besten gleich das Kakaopulver dazugeben, damit es gleichmäßig verteilt wird. Im Turbo Chef von Tupperware geht das ganz gut, aber da bekommt man keine großen Mengen hin. Ein elektrischer Zerkleinerer wäre sicherlich besser, aber bisher habe ich noch keinen gefunden, der bei dieser zähen Masse nicht aussteigt. Und nein: Ich werde mir deswegen ganz sicher, KEINEN Thermomix holen!!!
  2. Mandeln zusammen mit den Kakaonibbs unter die Dattelmasse ziehen und am besten noch einmal alles mit der Hand verkneten.
  3. Mit feuchten Händen kleine Kugeln formen und diese in den gemahlenen Mandeln wälzen.

Ich lasse die fertigen Dattel-Schoko-Pralinen gerne über Nacht offen stehen, damit sie etwas trocknen können. Fester mag ich sie lieber als weich. Aber das bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

Dattel-Schoko-Pralinen

Das Rezept für dieses superleckere, superfeine Soulfood verdanke ich übrigens der deutschen Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel: das Mischungsverhältnis stand nämlich auf der Verpackung eines Rohkost-Mandel-Schokoladen-Riegels, den ich mir neulich gegönnt habe. Den Riegel habe ich seither in keinem Laden mehr entdeckt. Macht aber nichts, ich habe ja meine Dattel-Schoko-Pralinen.

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Achtsamkeit

Achtsamkeit trainieren … mit einem Fotografie-Workshop

von am 10. April 2018

Ein neues Projekt? Aber gerne, immer doch! Ich habe ja sonst nichts zu tun, da kann ich mir freiwillig noch etwas mehr aufladen. Doch dieses Mal ist das anders. Denn mein neues Projekt ist kein Projekt um des Projektes willen. Schließlich möchte ich ja unbedingt meine Achtsamkeit trainieren. Mehr mitbekommen von meiner Umwelt. Sachen wahrnehmen, an denen ich früher vorbeigerannt wäre. Das geht nicht von heute auf morgen. Dafür benötige ich Hilfe. Und ein Fotografie-Workshop mit dem Titel „Schule den fotografischen Blick“ erscheint mir perfekt dafür.

Bildmotive finden und gleichzeitig Achtsamkeit trainieren

Gut, der Nutzen in Sachen Achtsamkeit trainieren fällt nicht sofort ins Auge. Aber da ich immer überlege, mit welchen hübschen Bildern ich mein Blog dekorieren kann, schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe: Erstens entwickle ich ein Auge für Bildmotive; zweitens nehme ich bei der Suche nach Motiven Dinge war, die mir sonst entgehen. So zumindest ist der Plan. Und tatsächlich fühle ich mich schon etwas wacher. Vielleicht ist das nur Einbildung. Aber ganz sicher habe ich schon manche Dinge als interessant und fotografierbar angesehen, die ich bisher hässlich fand und ignoriert habe.

Achtsamkeit trainieren

Gefunden habe ich den besagten Workshop via Instagram bei Dawn Hänsch. Sie bringt allen girls with cameras bei, besser zu fotografieren. Und plaudert dabei munter und frei aus dem Nähkästchen. Auch in ihren Newslettern – die zugegebenermaßen häufiger herein schneien, als ich Zeit fürs Lesen habe. Aber wozu gibt es Markierungsfähnchen im Mail-Programm? Noch bin ich nicht fertig mit dem Workshop. Aber ich bin schon gespannt, ob ich vielleicht Blut lecke und abseits des Achtsamkeit trainieren jetzt auch noch eine Superfotografin werden will. Würde ja passen. Noch ein Hobby. Oh je!

Fürs Erste flitzte ich am vergangenen Sonntag mit meiner Kamera bewaffnet durch unseren Garten. Ich wollte mal schauen, ob ich auch etwas hinbekomme, wenn ich den Automatik-Modus ausschalte. Urteilt selbst – die Ergebnisse zieren diesen Beitrag.

Achtsamkeit trainieren

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Happiness

Gute Vorsätze für ein kuscheliges Osterfest {inkl. Bucket-List}

von am 29. März 2018

„Ich habe eine Wassermelone getragen.“ So bescheuert sich Baby bei diesem Satz vorkam, so ähnlich fühle ich mich auch gerade: „Ich habe eine Bucket List gemalt.“ Eine Liste mit fünf Strichen und ein paar Ostersachen drum herum. Schwerlich ein Meisterwerk, aber ich fange ja auch gerade erst an mit malen. Und dafür geht es doch, oder?

Osterfest, Bucket List

Ich persönlich habe schon schlimmeres Gekritzel gesehen – für wesentlich mehr Geld. Gut, dass ist auch nicht schwer, denn mein Bildchen hier kostet nichts. Also ladet es euch herunter, füllt es aus, klebt es in euer Bullet Journal oder bastelt einen Papierflieger daraus! Macht damit, was ihr wollt! Nur bitte nicht als eures ausgeben! 😉 Merci.

Wozu das Ganze gut sein soll? Nun, zum einen verschafft das Ausfüllen dieser Liste Menschen ein Hochgefühl, die auf Listen stehen. Mir zum Beispiel, yippie! Zum anderen hilft es uns, uns daran zu erinnern, wozu Feiertage eigentlich da sind. Klar, Religion und so weiter. Aber das meine ich gar nicht, denn das soll meiner Meinung nach jeder so halten, wie er möchte. Solange er seine Mitmenschen damit nicht stört. Nein, ich meine Feiertage, lange Wochenenden, freie Zeit – und was man mit dieser Zeit anfangen kann.

Ich erinnere mich noch lebhaft an einen Ostermontag vor rund 25 Jahren, an dem meine Familie und ich fast 15 Stunden auf der Autobahn verbrachten – für eine Strecke, die normalerweise keine sechs Stunden in Anspruch nimmt. Damals wusste ich noch nichts von positiver Lebenseinstellung, Hygge und so weiter – aber selbst mein pubertäres Ich erkannte, dass wirklich niemand solch einen Ostermontag braucht.

Heute bin ich älter und muss nicht mehr auf meine Eltern hören. Daher kann ich mir jetzt meine eigenen Regeln machen. Und die wichtigste lautet: Nicht stressen lassen! Doch zwei Termine an einem Tag mit Kleinkind im Gepäck wären Stress. Daher gibt es das dieses Jahr nicht. Weihnachten habe ich mir mit dem ganzen Hin-und-Her schon komplett versaut. Zu Ostern wird mir das nicht passieren. Karfreitag muss ich noch ein bisschen arbeiten, Samstag geht’s zur einen Familienseite, Sonntag zur anderen und ab Montagnachmittag lassen wir alles ausklingen. So wird es gemacht!

Und was habe ich an Kleinigkeiten vor, die mir Freude machen und die ich in meine Bucket List eintragen kann? Ich verrate es euch:

Osterfest, Bucket List

Einen sechsten Punkt habe ich aber doch noch: Mich nicht verrückt machen, wenn ich einen oder mehr Punkte auf meiner Liste nicht abhaken kann. Denn Freude und Entspannung folgen keinem Plan. Und wenn mir mein Herz sagt, ich soll nicht häkeln, sondern lieber faul in der Wanne liegen, ist das auch völlig ok. Und wenn Mausi von der Eiersuche überfordert ist und sich nicht freut, dann eben nächstes Jahr.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein super-entspanntes und mega-glückliches Osterfest. Lasst es euch gutgehen!

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Wollglück

Häkeldeckchen in Frühlingsfarben {Lass den Frühling in dein Haus!}

von am 27. März 2018

Do more of what makes you happy. Ich muss gestehen, dass mir der inflationäre Gebrauch dieses Spruchs echt auf die Nerven geht. Von Tassen, Karten, Kalendern, Schürzen und sonst welchen Artikeln grinst einen diese Binsenweisheit an – als ob man nicht schon von allein darauf gekommen wäre. Wer macht denn bitte freiwillig Sachen, auf die er keinen Bock hat? Also, jenseits der gesellschaftlichen und beruflichen Zwänge? Klar, für die schönen Dinge im Leben bleibt viel zu wenig Zeit. Aber setzt denn eine wundersame Zeitvermehrung ein, nur weil ich ständig diesen Spruch vor Augen habe? Nö!

Doch hat der Spruch mit einem sicher recht: Wenn wir einmal ein bisschen Zeit übrig haben, dann müssen wir sie für uns nutzen. Etwas tun, worauf wir Lust haben, was uns Spaß macht und vielleicht sogar lange nachwirkt. Und wenn wir ganz viel Glück haben, könnte in diesen seltenen Momenten vielleicht sogar ein Häkeldeckchen in Frühlingsfarben entstehen.

Häkeldeckchen in Frühlingsfarben

An einem einzelnen Tag habe ich das gute Stück gewerkelt. Was aber auch nur geklappt hat, weil ich an diesem Tag krank an die Couch gefesselt war. Da stellt sich jetzt die Frage, ob man Gesundheit gegen Zeit eintauschen will. Aber die Nachwirkungen sind auf jeden Fall hübsch anzusehen und zaubern mir jedes Mal wieder ein Lächeln aufs Gesicht. Gepaart mit einem kleinen Porzellanhäschen und/oder ein paar Blumen kann es draußen stürmen und schneien: Drinnen hat bereits der Frühling Einzug gehalten.

Häkeldeckchen in Frühlingsfarben

Das Häkelmuster habe ich gefunden in dem Buch „Mandala-Träume häkeln“ von Verena Woehlk Appel. Bei ihr war das Häkeldeckchen in Frühlingsfarben deutlich pastelliger. Aber ich wollte keine neue Wolle kaufen und lieber die Wolle aufbrauchen, die ich vor mittlerweile drei Jahren beim Discounter erstanden habe. Wird ja nicht besser, das Zeug! Habe aber immer noch genug übrig. Weitere Deckchen aus dem Buch werden also folgen. 😉

Häkeldeckchen in Frühlingsfarben

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Happiness

Das Glück des Tüchtigen

von am 21. März 2018

Basteln. Heimwerken. Clean Eating. Ausmalbücher für Erwachsene. Nähen, stricken, häkeln. Handlettering. Urban Gardening. Und Gott-weiß-was für Aktionen. Wie kommt es eigentlich, dass in letzter Zeit scheinbar jeder irgendein kreatives Hobby hat oder auf anderen Wegen Dinge tut, die schon Oma und Opa getan haben? Dinge, die noch vor fünf Jahren out und total uncool waren. Dinge, die meist überhaupt nichts mit der täglichen Arbeit im Büro zu tun haben.

Ich bin da ja auch so ein Opfer. Backen und kochen standen bei mir schon immer hoch im Kurs. Seit einigen Jahren bastle ich auch meine Grußkarten selbst. Etwas später fing ich mit Häkeln an. Seit einem Jahr nenne ich eine Nähmaschine mein eigen. Und seit Neuestem bin ich ganz versessen darauf, das Sketchnoten zu erlernen. Selbstverständlich alles, ohne dafür eines der anderen Hobbys aufzugeben. Was mich selbstredend immer öfter in zeitliche Bredouillen bringt. Nicht zu vergessen meine Sucht nach Kreativ-Büchern, die momentan zügellos unser Haus fluten.

Woher kommt dieses Verlangen nach kreativer Arbeit?

Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es sicherlich nicht. Aber für viele Leute in meinem Umfeld und mich selbst habe ich eine Antwort gefunden: Wer den ganzen Tag nur irgendwelche abstrakten Dinge am PC tut, der braucht am Ende des Tages noch ein Ergebnis, das er sehen, fühlen und vorzeigen kann. Ein Ergebnis, von dem er sagen kann: Das habe ich mit meiner eigenen Hände Arbeit geschaffen. Etwas Schönes. Etwas Leckeres. Etwas Nützliches. Egal! Hauptsache selbst gemacht und zum Anfassen.

Denn was schaffe ich denn den ganzen Tag über? Ich sitze an meinem Schreibtisch, tippe Buchstaben in einen Kasten, der auf vielen Ebenen viel schlauer ist als ich selbst, und hoffe, dass das Geschreibsel am Ende dazu taugt, irgendwo abgedruckt oder veröffentlicht zu werden. Manche Dinge davon scheinen leidlich wichtig, andere sind von vornherein so unwichtig wie der berühmte Sack Reis in China. Wobei der wenigstens noch jemanden satt macht. Doch was mache ich? Im Büro auf jeden Fall nichts, was die Welt in irgendeiner Form zu einem besseren Ort macht. Und da soll man keine Sinnkrise bekommen?!?!

Aus diesem Grund schaffe ich in meiner Freizeit Dinge, die meine Liebsten und mich erfreuen. Und die deutlich länger wirken als alles, was ich in einem Jahr im Büro schaffe. Nicht, weil ich im Büro nur Mist abliefere, sondern weil die Arbeit dort abstrakt und nicht greifbar ist. Meine Häkeljäckchen werden jedoch getragen, bis das Baby herausgewachsen ist. Meine Karten schaffen es vielleicht für mehrere Wochen auf ein Regalbrett und meine Sketchnotes werden irgendwann einmal meine Blogs verschönern … sobald sie so hübsch sind, dass ich sie vorzeigen kann.

So wie mir geht es sicherlich vielen Menschen da draußen. Und auch die aktuelle Plakatwerbung für „Das Handwerk“ scheint mich zu bestätigen. Denn dort stellt ein Handwerker die provokative Frage: „Und was hast du heute so gemacht?“ Ja, ja, schon gut. Ich bin ein Kopfarbeiter, der im Büro nichts Greifbares produziert. Aber komm du mal zu mir nach Hause, Freundchen …!!! 😜

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Wellness

Peeling für die Lippen – für einen schönen Mund und eine gestreichelte Seele

von am 13. März 2018

Heute widme ich mich erstmals einem besonders wichtigen Detail zum Thema „Dinge, die der Seele gut tun“. Das Zauberwort heißt: Wellness. Da steckt das Wohlfühlen schon im Wort drin. Aber leider habe ich im Alltagstrott viiiiel zu wenig Zeit, diesem sehr wichtigen Bedürfnis nachzukommen.

Seit Weihnachten liegt schon ein Massage-Gutschein zuhause. Ende Januar zu meinem Geburtstag kam ein zweiter hinzu. Nur fehlt mir leider, leider, leider die Zeit, diese Prachtexemplare einzulösen. Zwei Mal eine ganze Stunde. Sabber, sabber. Nur wann??? Es ist zum Haare-raufen.

Doch leider ist der Zeitmangel gerade nicht zu ändern. Also, muss ich mir daheim etwas Wellness verschaffen. Das geht natürlich durch ein heißes Vollbad mit leiser Musik und einem hübschen Duft. Oder ein bisschen Schönheitspflege. Und schwupps sind wir beim heutigen Thema „Peeling für die Lippen“.

Ein Peeling für die Lippen hat viele schöne Seiten: Lose und abgestorbene Hautschüppchen werden sanft abgetragen, so dass die Lippen danach wieder frisch und gesund aussehen. Das Einmassieren wirkt schon fast meditativ. Und das Peeling schmeckt sogar. Wobei man es vielleicht nicht unbedingt abschlotzen sollte. Aber was aus Versehen in den Mund flutscht, ist auf jeden Fall ganz lecker.

Peeling für die Lippen: Die Zutaten

Peeling für die Lippen

In wenigen Minuten ist eine Portion gerührt, die für viele Male Lippenpeeling ausreicht. Einfach alles in ein kleines Weckgläschen füllen und ab in den Badezimmerschrank! Gerade Frauen schwören auf diese kleine Wellness-Behandlung, die gerne knallroten Lippenstift tragen. Doch auch alle anderen können sich über den frischen, gepflegten Effekt nach einem Peeling für die Lippen freuen.

Zwei Minuten schrubb-schrubb-schrubb – und schon fühlen wir uns viel gepflegter. Sind zufriedener. Und haben unserem Körper und unserer Seele etwas Gutes getan. Viel effizienter geht Seelenstreicheln wirklich nicht.

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Achtsamkeit

Glückstagebuch {Endlich erkennen, wie gut man es eigentlich hat}

von am 9. März 2018

Wenn man glücklich ist, soll man nicht noch glücklicher sein wollen. Das wusste schon der gute alte Theodor Fontane. Doch liegt es wohl in der Natur des Menschen, immer noch mehr zu wollen. Wer gesund ist, hätte gerne eine glückliche Beziehung. Wer das beides hat, hätte gerne mehr Geld. Wer auch das hat, hätte gerne mehr Freizeit. Oder Ruhm. Oder ein Einhorn.

Klar, besser geht immer. Aber viel zu oft vergessen wir: Schlechter geht auch immer. Daher ist es sicherlich kein Verbrechen, nach Höherem zu streben. Aber wir sollten trotzdem niemals vergessen, das zu genießen, was wir bereits erreicht haben. Selbst wenn es in unseren Augen nur wenig ist: Auch für wenig sollte man dankbar sein. Denn schlimmer geht immer. Auch Zufriedenheit ist eine schöne Sache – wird in unserer Zeit jedoch leider synonym für das Wort Stillstand verwendet. Dabei ist ein zufriedener Mensch kein fauler Mensch, der sich in seine Situation ergeben hat. Sondern ein Mensch, der dankbar und glücklich ist mit dem, was er hat. Das ist doch nichts Verwerfliches. Im Gegenteil.

Es ist keine Kunst, das zu bekommen, was man will. Die Kunst besteht darin, es noch zu wollen, wenn man es hat.

Ein wahrer Satz. Doch müssen wir erst einmal erkennen, was uns eigentlich Gutes widerfährt. Tagtäglich und immer wieder aufs Neue. Kleine Sachen – die aber jeden Tag zu etwas Wertvollem machen. Der einfachste Weg, uns dieser kleinen und großen Glücksmomente bewusst zu werden und sie zu konservieren: ein Glückstagebuch.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Am Ende jedes Tages oder am Anfang des neuen Tages fragt ihr euch, was euch in den vergangenen 24 Stunden glücklich gemacht hat. Drei kleine Stichpunkte müsst ihr finden. Noch einmal darüber nachsinnen. Und aufschreiben. Fertig!Klingt einfach, banal und langweilig. Ist es aber nicht. An manchen, fiesen Tagen muss man echt lange suchen, bis man etwas findet, das einen erfreut hat. Aber dennoch gibt es diese kleinen Glücksmomente. Und mögen sie noch so banal sein – rein damit ins Glückstagebuch.

Beispiel gefällig? Aber gerne doch!

Glückstagebuch

Ich führe jetzt seit Anfang des Jahres mein Glückstagebuch und kann nur sagen: Hammergute Idee! Ich bin schon jetzt viel zufriedener und viel dankbarer für die kleinen Dinge im Leben. Denn jetzt bin ich mir ihrer bewusst.

Und zum Abschluss noch ein Beispiel. War gerade in Fahrt und kann mich nicht entscheiden. 😜

Glückstagebuch

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Wollglück

Häkeljäckchen für ein kleines Schätzchen

von am 7. März 2018

Für Babys schöne Sachen häkeln macht mir einen Riesenspaß. Ich kann es nicht oft genug betonen. Nicht nur, weil sich aus ein paar einfachen Mustern mit etwas Zeit wunderschöne Gesamtgebilde formen, sondern vor allem: weil die kleinen Schätzchen in ihren Häkeljäckchen, Häkelmützchen und Co. einfach zum Anbeißen aussehen. Achtung, Achtung, babyanknabbernde Bloggerin unterwegs!

Das Beste am Häkeln für Babys ist jedoch, wenn das zu behäkelnde Schätzchen das Häkeljäckchen nach der Anprobe gar nicht mehr ausziehen will. So geschehen bei diesem Exemplar. Da wollte ich nur gucken, ob alles richtig sitzt – und schon hatten wir ein Baby, das sich richtiggehend verliebt hatte. Also ist die Maus dann erst einmal mit fliegenden Säumen und wehenden Garnenden durch die Gegend geflitzt. Ich muss wohl nicht erwähnen, wie sehr dieser Anblick die häkelfreudige Mami entzückt hat.

Häkeljäckchen

Das Muster habe ich in dem Buch „Entzückende Häkelmode für Kids“ von Linda Permann gefunden und mich sofort in dieses süße Häkeljäckchen verliebt. Bin ja schwer am überlegen, ob ich noch eine XXL-Version für mich davon häkeln soll. Würde mir schon gefallen. Aber vielleicht sollte ich mal lieber eines der Erwachsenen-Projekte starten, für die ich schon seit Jahren keine Zeit habe.

Das Häkeljäckchen für das kleine Schätzchen habe ich in lilafarbener Schurwolle gearbeitet – also bitte nicht in den Trockner werfen, wie es manche, bislang noch wenig achtsame Chaoten vielleicht tun würden. Ich nenne da jetzt keine Namen. *hüstel* Aber wenn es doch passiert, hat man ein tolles Geschenk für ein Neugeborenes. Oder die Puppe kann im Partnerlook gehen.

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Gaumenfreuden

Mozart-Punsch … bei Minusgraden ein Muss-Muss-Muss

von am 27. Februar 2018

Es friert. Es schneit. Wir bibbern. Und schließen uns zu Hause ein. Irgendwie hatte ich nach der Sichtung des ersten Schneeglöckchens schon die Hoffnung, dass der Winter endlich vorbei ist. Doch vorerst scheint das eine Hoffnung zu bleiben. Deutschland bibbert sich in den März, die ersten, zarten Blüten erfrieren und die Mücken bereiten sich auf einen besonders blutreichen Sommer vor. Olè!

Da ist es doch das Beste, die Heizung hochzuschrauben, 1.000 Kerzen anzuzünden und sich noch einmal eine ultradekadente Gaumenfreude zu leisten. Das Zauberwort, es heißt Mozart-Punsch!

Man nehme …

… 2 Teile Baileys

… 1 Teil Amaretto

… 1 Teil Mandelmilch

… und ein paar Mozartkugeln.

Mozart-Punsch

Das Ganze …

… erhitze man in einem Kochtopf (also die flüssigen Zutaten)

… gieße es in ein paar hübsche Gläser, die warme Flüssigkeit vertragen

… und serviere es mit einer aufgespießten Mozartkugel.

Zum ersten Mal haben Herr Schatz und ich dieses vorzügliche Gebräu auf dem Salzburger Weihnachtsmarkt vor drei Jahren probiert und danach unsere eigene Rezeptur ausgetüftelt. Seitdem gehört es für uns einfach zur kalten Jahreszeit dazu.

Auch wenn ich gerade äußerst enthaltsam lebe und Zucker sowie Alkohol nur mit den Augen konsumiere. Bin froh, wenn endlich April ist. 😩

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